Superbanner

Progressive Metal von Dream Theater in der Offenbacher Stadthalle

Tradition verpflichtet

    • recommendbutton_count100
    • 0
    • 0

Offenbach - Dream Theater sind die Galionsfiguren einer der vielen Erneuerungsströmungen im Metal. Anknüpfend an die Pionierarbeit von Bands wie Rush und Queensryche vermochten sich die 1985 gegründeten US-Ostküstenrocker alsbald als führende Band des Prog Metals zu etablieren. Von Stefan Michalzik

© Georg

Sänger James LaBrie übertreibt die Show nicht.

Auf spieltechnische Finesse wird heute wie einst viel wert gelegt.

Schon die pompöse, auf den Filmkomponisten Hans Zimmer zurückgehende pseudosinfonische Ouvertüre zum Konzert in der Offenbacher Stadthalle, die aus dem Off eingespielt wird, ist ritualisiert; man kennt das von Bands zuhauf. Die Songs des aktuellen Studioalbums „A Dramatic Turn of Events“ gleichen nach zwischenzeitlich poppigeren Ambitionen jenen aus der klassischen Phase der Band Mitte der neunziger Jahre wie eineiige Zwillinge.

Gitarrist John Petrucci, neben Bassist John Myung der einzige verbliebene Bandgründer, hat das Heft nunmehr allein in die Hand genommen. In dem neben einer Handvoll anderer Nummern vom neuen Album dargebotenen „Song On the Backs of Angels“ verbreitet Petrucci eine erzkonservative Schmähung von Menschen, denen er unterstellt, dass sie willentlich den Sozialstaat schröpfen.

Schlichte Show aber protzende Soli

Dream Theater neigen zur epischen Breite. Erinnerungen an die frühen Yes werden wach, daneben auch an Jon Lord und die frühen Deep Purple. Das Konzert folgt ganz den Regeln einer konventionellen Dramaturgie, die seit der Steinzeit des Metals in den siebziger Jahren bekannt ist.

Balladen gibt es etliche, dazu ein instrumentaltechnisch protzendes Solo des neuen Schlagzeugers Mike Mangini an seinem zweistöckigen Instrument. Auf Rockballetteinlagen mit Mähnenschwingerei – Mähnen sind durchaus vorhanden – wird indes verzichtet. So sehr Dream Theater auch musikalisch zum Pomp neigen, die Show ist schlicht; James LaBrie, Sänger seit 1991, liegt eine übertrieben primadonnenhafte Attitüde fern.

Dream Theater sind ein Traditionsunternehmen, wie viele andere auch. Wer schon in seiner frühen Zeit altmodisch wirkte, hat freilich mit den Jahren nichts groß zu verlieren.

Quelle: op-online.de

zurück zur Übersicht: Musik

Regeln fürs Kommentieren:
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Aktuelle Fotostrecken

Schwedens Prinzessin Estelle in Schlosskirche getauft

weitere Fotostrecken:
Erdbeben Italien

Film & TV

ARD-Show der klügste Deutsche 2012

Neue Runde für den klügsten Deutschen

Berlin - Die ARD-Show „Der klügste Deutsche" soll 2012 in eine neue Runde gehen. Wer mitmachen und die 100.000 Euro Siegesprämie gewinnen will, kann beim bundesweiten Casting antreten.Mehr...

Eurovision: Das ist die klare Favoritin

Eurovision: Das ist die klare Favoritin

Baku/Berlin - In drei Tagen steigt in Baku der Eurovision Song Contest (ESC). Bei den Buchmachern gibt es bereits eine klare Favoritin. Wer die besten Chancen im Finale hat:Mehr...

Neue ARD-Formate floppen

Neue ARD-Formate floppen

Berlin - Mit Thomas Gottschalk und Kai Pflaume, mit Krimis und Talkshows wollte die ARD ihr Hauptprogramm “Das Erste“ kräftig aufmöbeln. Doch die Rechnung ging bislang nicht auf.Mehr...

Meist gelesene Artikel

  • Heute
  • 7 Tage
  • Letzter Monat
  • Themen
Offenbach: Big Fox aus Schweden im Hafen 2

Wohltuend unversäuselt

Offenbach - Das wirkt heimelig, fast wie Hausmusik. Ein intim anmutender Kreis von drei Musikerinnen und Musikern sitzt dicht gedrängt mit seinem Instrumentarium auf der Bühne. Von Stefan MichalzikMehr...

Paolo Conte in der Alten Oper Frankfurt

Swing und Gegrummel

Frankfurt - „It don"t mean a thing (if it ain"t got that swing)“ heißt ein berühmtes Jazz-Standard von Duke Ellington, doch könnte der Titel auch als Lebensmotto des großen italienischen Chansoniers, Grummlers und Liederschmieds Paolo Conte dienen - es hat keine Bedeutung, wenn es nicht swingt. Von Christian RiethmüllerMehr...

Pop heilt Klassik nicht

Frankfurt - In der Klassikwelt rümpfen bekanntlich viele die Nase über David Garrett. Tatsächlich erscheinen die Crossover-Projekte des wohl populärsten Geigers der Welt künstlerisch fragwürdig. Von Stefan MichalzikMehr...

Artikel lizenziert durch © soester-anzeiger
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.soester-anzeiger.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper