Sie hat ihm das Frühstück bereitgestellt. Er setzt sich an den Tisch, gießt sich Tee ein - und stutzt: „Was ist denn das?“ Er weist auf eine weißliche, schmandige Spur am Tassenrand hin, die ins Tasseninnere und hinein in die Tiefe des dampfendes Heißgetränks verläuft.

„Das ist nichts, die Tasse hab’ ich sauber hingestellt“, erwidert sie, „kannst Du ruhig trinken“. Er trinkt, verzieht das Gesicht und schüttet dann den Tee aus. Beide starren jetzt in die Tasse, bis zu deren Boden sich die Spur wie aus erstarrtem Zuckerguss zieht, der allerdings ganz und gar nicht süß schmeckt. Der Knibbeltest in der Teetasse lenkt das Auge schließlich auf das Stövchen und dort auf das Teelicht. Nun gewinnt der Nachgeschmack nach dem Schluck Tee noch eine ganz andere Note. Beim Bestücken des Stövchens mit der kleinen Kerze ist wohl - schwupps - ein Schwall heißen Paraffins an die Tasse geklatscht und auch in den Tee getaucht. Mit Milch oder Zucker - das kennt man ja. Aber so hat der Wickeder seinen Tee noch nicht zu sich genommen... ▪ hütt
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.