Zwischen den verschiedenen Wahrnehmungen unserer Sinne klaffen bisweilen riesige Breschen. So z.B. beim Essen. Es muss nicht zwangsläufig so sein, dass ein herrlich duftendes Gericht auch ebenso herrlich schmeckt.

Wenn dies auch wahrscheinlicher ist als das Gegenteil, dass also etwas hervorragend schmeckt, obwohl es gar nicht so riecht. Die Kollegin benennt dafür ein schlagkräftiges Beispiel: So habe jüngst die Grundschullehrerin den Hausmeister an die Seite genommen und inständig gebeten: „Sie müssen unbedingt mal nachgucken - da liegt irgendwo ein totes Tier in einer Ecke“. Kurz darauf kehrte der Pedell von seiner Erkundung zurück. „Das ist kein totes Tier“, berichtete er, wies auf die im Schulgebäude vermietete Einliegerwohnung und erklärte: „Bei Meiers gibt's Grünkohl“. Wobei hier der Ordnung halber dreierlei festzuhalten ist: 1.: der Name Meier wurde von der Redaktion geändert, 2. der Grünkohl hat dem Vernehmen nach ganz hervorragend geschmeckt und 3.: Grünkohl gibt's seitdem bei „Meiers“ nur noch am schulfreien Samstag... ▪ hütt
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