SÖNNERN/SIERSHAHN ▪ Der allererste Kunststoffrost wurde vor mehr als 30 Jahren gemeinsam entwickelt – jetzt mündet eine jahrzehntelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit in einer sehr wohl spektakulär zu nennenden Wirtschafts-Nachricht:

Werl Luftbild kv Sönnern Mawick
Von Matthias Dietz
Das Josef Mawick Kunststoff-Spritzgusswerk in Sönnern hat die Aktienmehrheit der Firma MIK International, einem seiner größten Kunden mit Sitz in Siershahn, übernommen.
Diese Nachricht hat sich im Unternehmen im kleinen Werler Stadtteil wie ein Lauffeuer verbreitet. In der Belegschaft wird sie als ein weiterer Beleg dafür interpretiert, dass es der heimischen Firma ausgesprochen gut geht.
Mit der Übernahme der Aktienmehrheit werde „nun die sehr gute und langjährige Partnerschaft noch einmal deutlich vertieft. Sie gibt der MIK International AG die Möglichkeit, noch besser am Markt agieren und auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können“.
MIK bleibe als eigenständige Firma erhalten, wird versichert. Das Unternehmen in Siershahn ist seit über 35 Jahren im Bereich Kunststoff-Bodensysteme für die Nutztierhaltung tätig und gilt als weltweit führender Spezialist für hochwertige Stallboden-Systeme. Man sei ein „zuverlässiger Partner für effiziente und gesunde Tierhaltung“, heißt es selbstbewusst.
Neben dem Ursprung – der Schweinezucht – hätten sich diese Grundsätze „auch in der Kälber-, Schaf- und Kleintierhaltung sowie bei Melkständen und industriellen Anwendungen bewährt“. Führend ist MIK im Bereich effizienter Wärmertechnik. Die temperaturneutralen Kunststoffroste und Wärmesysteme sind untereinander kombinierbar „und bieten damit immer eine passgenaue Lösung für Ihr Bauvorhaben“, preist die Firma ihre Produkte im Internet an.
In der Branche heißt es, wirtschaftliche Probleme hätten MIK veranlasst, sich auf Partnersuche zu begeben – natürlich sei Mawick da allererster Adressat und Ansprechpartner gewesen. Gerüchte, die Klaus Mawick im Anzeiger-Gespräch bestätigte. MIK habe sich wegen einer wirtschaftlichen Schieflage nach einem Partner umgesehen, sagte Mawick, der gestern in Siershahn wichtige Gespräche führte. Der Unternehmer zeigte sich zuversichtlich, die Krise bei MIK ohne Entlassungen bewältigen zu können. Derzeit arbeiten zehn Beschäftigte in dem Unternehmen im Westerwald. Zur exakten Beteiligung und zum Kaufpreis wollte Klaus Mawick keine Angaben machen.
Mawick – das mittelständische, familiengeführte Unternehmen ist seit mehr als 50 Jahren am Markt im Kunststoffspritzguss aktiv. Firmengründer war Josef Mawick, heute leitet Sohn Klaus die Firma als geschäftsführender Gesellschafter. Und er tut das weitgehend geräuschlos und sehr erfolgreich. Selbst die Weltwirtschaftskrise hat Mawick ohne größere Dellen überstanden. Im Werk arbeiten 260 Menschen im Dreischichtbetrieb. Mawick produziert unterschiedlichste Artikel für die Automobil-, Elektro-, Haushaltswaren- und Kinderfahrzeug-Industrie sowie Produkte für den Garten und landwirtschaftlichen Bereich.
Pro Jahr werden am Pröbstinger Weg 8 000 Tonnen Rohmaterial in 200 Farb- und Materialzusammensetzungen verarbeitet.
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