WARSTEIN ▪ Straßen.NRW gibt den Ball zurück. Damit es mit der Planung der B 55 n-Ortsumgehung zügig weitergeht, soll die Stadt Warstein den 2004 abgeschlossenen Generationenvertrag mit der Firma Risse, die inzwischen in der „Westkalk“ aufgegangen ist, neu verhandeln.

„Egal welche Trasse“: Nur wenn die Steine mit 300 Meter Abstand abgebaut sind, kann eine Straße gebaut werden. Dies Grafik der beiden Varianten ist Anlage des Generationenvertrages von 2004.
Von Reinhold Großelohmann
Dazu solle die Stadt zu einem „Runden Tisch“ einladen, an dem auch Brauerei-Besitzer Albert Cramer als Grundeigentümer zahlreicher Flächen beteiligt werden soll. In einem neuen Zeitplan soll dann insbesondere festgelegt werden, in welchen Zeiträumen die Trasse in den Steinbrüchen Hillenberg und Kupferkuhle soweit vom Kalkstein befreit ist, dass gebaut werden kann.
Mit Kämmerer Florian Beutler, Fachbereichsleiterin Sabine Leitner und Straßen-Sachgebietsleiter Helmuth Reese hatte sich Bürgermeister Manfred Gödde gestern Morgen zur Straßen.NRW-Niederlassung nach Meschede aufgemacht. Dabei herrschte auf Warsteiner Seite die Hoffnung, dass ein klares Signal gegeben würde, dass die Umgehung nun mit Macht nach vorne getrieben würde.
Vor acht Jahren hatten die Stadt und das Stein-Unternehmen mit Blick auf eine Entwicklung des Risse-Geländes einen umfassenden Verträge unterschrieben, in dem die Nachnutzung des alten Steinbruchs an der Hauptstraße und das Freiräumen der Trasse für die B 55n-Ortsumgehung geregelt waren. Allerdings haben sich viele Grundlagen geändert, insbesondere sind die Zeitvorgaben völlig inaktuell. Hier müsse eine neue Basis geschaffen werden, gab Straßen.NRW der Stadt als Aufgabe mit auf den Weg.
Ob nun die Variante 6ab oder die Variante 7 mit dem weiteren östlichen Bogen verfolgt werde, spiele derzeit keine große Rolle, sagte Manfred Gödde nach der Rückkehr aus Meschede. „Egal welche Variante“, sei ihm versichert worden, wichtig sei das Freisprengen der Trasse. Hierzu müsse ein Abstand von 300 Metern zur eigentlichen Trasse mit berücksichtigt werden. Dies soll die Stadt im neu zu verhandelnden Generationenvertrag berücksichtigen.
Insgesamt zog Manfred Gödde nach der Rückkehr eine positive Bilanz. „Wir waren uns einig, dass es jetzt schneller gehen soll, nachdem die Probleme mit dem Fallgraben gelöst sind“.
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