WARSTEIN ▪ Als einen der ersten von zunächst mehreren hundert bundesweiten Standorten erschließt Vodafone „Warstein und Umgebung“ mit der neuen LTE-Mobilfunktechnologie (Long Term Evolution). Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf am Montag mit.
„Noch vor Weihnachten“ soll das DSL-unterversorgte Möhnetal mit einem Funkmast auf dem Lörmecke-Wasserbehälter vor Waldhausen aufgerüstet werden, anschließend soll im Frühjahr der Mast Belecker Beckerhaan mit der Funktechnologie mit Bandbreiten von garantierten 3 MBit/s bis zu maximalen 50 MBit/s umgebaut werden.
„Mit der Bereitstellung der neuen Technologie leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer hochmodernen Kommunikationsinfrastruktur sowie zur Stärkung von Warstein und Umgebung als Wirtschaftsstandort“, so Vodafone-Regionalleiter Klaus-Peter Jacky: „Das mobile Internet ist ebenso schnell, sicher und leistungsstark wie der Festnetzanschluss.“
Hintergrund der Investition ist eine Klausel bei der Versteigerung von Funkfrequenzen durch die Bundesnetzagentur Ende Mai. Dabei gab es die Auflage, erst die „weißen Flecken“ im ländlichen Raum mit Orten bis zu 5 000 Einwohnern zu versorgen. Erst wenn dort eine 90-prozentige Versorgung erreicht sei, so Unternehmenssprecher Bernd Hoffmann, dürfe man in die Großstädte und auch dort die Funktechnologie auf 800 Megahertz-Basis installieren.
Langsames Internet gibt es nicht nur im Möhnetal, sondern auch im Gewerbegebiet Enkerbruch in Warstein. Dort sei nach aktuellem Stand keine LTE-Lösung von Vodafone geplant, so der Städtische Wirtschaftslotse Alfred Bathe. Es zeichnet sich aber eine andere Lösung ab: Zwei Unternehmen würden an Richtfunk-Konzepten arbeiten, sobald diese umsetzungsreif seien, werde man die rund 30 Firmen und Anlieger dort zum Infoabend einladen.
Möglicherweise kommt auch seitens der Telekom noch eine Internet-Variante ins Spiel – in der kommenden Woche findet ein „internes Arbeitsgespräch“ im Rathaus statt. ▪ clg
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