WARSTEIN/MÜNSTER ▪ Auf den Bühnenbrettern ist er ein alter Hase, mit 73 Jahren betrat Helmut Kielas trotzdem auch für ihn absolutes Neuland: Wenn am kommenden Mittwoch, 8. Februar, das „NRW Duell“ mit Moderator Bernd Stelter ab 20.15 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt wird, dann ringt der Warsteiner Musik-Parodist gegen die Sängerin Barbara Probst, den Sänger Wilfried Blome sowie den Büttenredner André Hölscher um Punkte sowie den Gewinn von 3000 Euro.

Mit der NRW-Duell-Gitarre gab Helmut Kielas während der Sendung eine Kostprobe seines parodistischen Könnens. ▪
Die streicht nicht der Teilnehmer der Quisshow ein, sondern ein gemeinnütziger Verein. Für den Fall seines Sieges hat sich Helmut Kielas die Aktion „Ein Herz für Kinder“ ausgewählt.
Im August letzten Jahres wurde Helmut Kielas von der Produktionsgesellschaft, die im Auftrag des WDR die Spielshow „NRW Duell“ umsetzt, angerufen. „Ich habe erst gezögert“, gesteht er schmunzelnd ein, seine Frau Rita aber war Feuer und Flamme und hatte den Göttergatten schnell überzeugt. Verträge wurden hin und her geschickt, darin musste sich Helmut Kielas zu „absoluter Geheimhaltung“ verpflichten, denn den Verlauf und den Ausgang der 158. Folge der Spielshow sollen die Zuschauer ja erst am Ende der Sendung erfahren.
Am 5. Oktober ging es nach Köln-Bocklemünd. „Wir wurden toll aufgenommen, hatten eine liebevolle Betreuung“, resümierte Kielas den ersten Eindruck. Beim Erzählen über das Zusammentreffen mit Moderator Bernd Stelter huscht ein Lächeln über das Gesicht des 73-Jährigen: „Diese kumpelhafte Art, einfach sympathisch. Wir waren als Kollegen sofort per Du.“
Nach der Aufzeichnung ging es zum gemütlichen Beisammensein. „Er hat sich richtig viel Zeit genommen“, freute sich Kielas über den „jungen Mann“ und seine lockere Art. Spontan stimmte Bernd Stelter in der närrischen Runde ohne laufende Kameras sein „Lied vom Clown“ an.
Stolz war Helmut Kielas rückblickend auf zwei Dinge – zum einen überhaupt zu dem Dreh des NRW Duells eingeladen worden zu sein, zum anderen darüber, dass Bernd Stelter seine Darbietungen kannte. Für die Einladung zu der WDR-Sendung hatte Hans-Werner Balgheim gesorgt. Der ist nicht nur Produktionsleiter beim „NRW Duell“, sondern auch bei der Sendung „Alles unter einer Kappe“, die am Vielchendienstag ausgestrahlt wird. Und in der ist Helmut Kielas seit neun Jahren Stammgast. Am 19. und 20. Januar wurde dafür im Congreßsaal der Halle Münsterland unter dem bewährten Motto „Westfalen haut auf die Pauke“ jeweils vier Stunden lang gefeiert – während die Kameras aufzeichneten. „Das war wieder sehr gut“, so Helmut Kielas, „wir sind da schon zu einer richtigen Familie geworden.“ Die familiäre Atmosphäre aber kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass von den Profis auch eine entsprechende Leistung gefordert ist: „Man muss was bringen“, so der 73-Jährige. Und tobt das Publikum – „bei mir haben sie wieder richtig mitgesungen“ – ist nicht nur der Künstler, sondern auch der Aufnahmeleiter zufrieden.
Das ganze Jahr über arbeitet Helmut Kielas an seiner politischen Musik-Parodie. In der Zeitung, im Fernsehen, im Radio sammelt er Anregungen aktueller Themen, um diese zu bekannten Melodien in Liedform zu bringen – Berlusconi und Bunga-Bunga, Griechenland und der Euro, Rösler und die Kanzlerin intonierte er in Münster. Jetzt sammelt er bereits für den nächsten Auftritt Ideen, denn „nach der Saison ist vor der Saison“. Zwar spielt Helmut Kielas selbst Gitarre, für seine Auftritt in Münster aber bedient er sich einer großen Musikergruppe, der Westfalia Big Band. Mit der tourt der Warsteiner als „Jopi Hesters“-Double durch die Lande, in der Karnevalszeit sorgen die Musiker für die passende Untermalung der Parodien. Bandleader Hans-Josef Piepenbrock zeichnet für die passenden Arrangements verantwortlich – ab Ende des Jahres wird dann gemeinsam geprobt.
Ausgestrahlt wird das „NRW Duell“ am kommenden Mittwoch, 8. Februar, von 20.15 bis 21 Uhr im WDR-Fernsehen. Sendetermin für „Alles unter einer Kappe“ ist am Dienstag, 21. Februar, von 20.15 bis 0.15 Uhr.
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