SOEST ▪ Geld oder Liebe? Das war nicht nur für Bernd Milke (FDP) am Dienstagabend im Hauptausschuss die Frage: Sollte er für die Entwicklung der Adamkaserne, an der sein Herz seit Kindertagen hängt, hin zu einem „Adam-Viertel“ seinen politischen Segen geben – oder sollte er diesen Segen verweigern, weil er die damit verbundenen finanziellen Risiken für den städtischen Haushalt für zu groß hält.

Noch gammelt die Adamkaserne vor sich hin. Die Mehrheit im Hauptausschuss sprach sich für eine aufwendige Umgestaltung aus.
Am Ende entschieden sich Milke und Vertreter der BG, der SO-Partei und der Linken fürs Geld – und gaben der Ausschussmehrheit einen Korb.
Vergeblich hatten zuvor Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer, Rolf Meiberg (CDU), Werner Liedmann (Grüne) und Christian Mühlhaus (SPD) um eine Zustimmung dafür geworben, bei der Regionale 2013 einen Antrag für den dritten Stern zu stellen – und damit einen weiteren wichtigen Schritt auf dem langen Weg zur Verwirklichung des ambitionierten Projektes zu gehen.
Die Mehrheit sah die „einmalige Chance“, die Adamkaserne vor dem sicheren Verfall zu bewahren und an dieser Stelle der Stadt eine „offene Wunde“ zu schließen.
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