SOEST - Die meisten Tränen sind getrocknet, der Schmerz über den Abschied nach 13 Jahren „Bontempi im Park“ steht Petra Bontempi aber noch deutlich ins Gesicht geschrieben: Weil die Warsteiner Brauerei ihren 2013 auslaufenden Pachtvertrag nicht verlängern wollte, gibt die Gastronomen-Familie Bontempi das Restaurant im Theodor-Heuss-Park „schweren Herzens“ auf.

© Foto: Dahm
Ein trauriger Kehraus: Petra Bontempi und einige Mitarbeiter schlossen gestern das Kapitel „Bontempi im Park“ ab.
Jetzt wurde das letzte Inventar ausgeräumt, die Technik aus Backstube und Eislabor ist bereits vor einigen Tagen abgebaut und verkauft worden. Und auch das meiste von allem anderen, was in den vergangenen Jahren gebraucht wurde, damit sich die Gäste rundum wohlfühlen konnten, ist bereits in alle Winde verstreut. Am Vormittag wurden die letzten Stühle in einen Transporter verladen, bevor Hausherrin Petra Bontempi selbst noch ein letztes Mal zum Besen griff und persönlich den finalen Kehraus erledigte.
„Als bekannt wurde, dass wir schließen, haben uns viele Gäste angesprochen. Das hat gut getan. Drei Familien haben sich sogar zusammengetan und uns ein Fotobuch geschenkt mit Szenen von vielen Feiern, die sie im Laufe der Jahre bei uns verlebt haben“, erzählte Petra Bontempi gestern mit leisem Stolz in der Stimme.
Jetzt drohten „alte Zustände“ wieder einzukehren: Erste Trinkgelage von Jugendlichen hätten bereits wieder im Park stattgefunden, Hundehaufen und Müll würden natürlich auch nicht mehr entfernt.
„Bontempi“, verabschiedet sich Petra Bontempi leise, „das war eben mehr als nur ein Restaurant von vielen in der Stadt“. - kim
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