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Buena Notte, Bontempi - Nach 13 Jahren gehen im Restaurant im Park die Lichter aus

Restaurant "Bontempi im Park" schließt endgültig

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SOEST - Die meisten Tränen sind getrocknet, der Schmerz über den Abschied nach 13 Jahren „Bontempi im Park“ steht Petra Bontempi aber noch deutlich ins Gesicht geschrieben: Weil die Warsteiner Brauerei ihren 2013 auslaufenden Pachtvertrag nicht verlängern wollte, gibt die Gastronomen-Familie Bontempi das Restaurant im Theodor-Heuss-Park „schweren Herzens“ auf.

© Foto: Dahm

Ein trauriger Kehraus: Petra Bontempi und einige Mitarbeiter schlossen gestern das Kapitel „Bontempi im Park“ ab.

Jetzt wurde das letzte Inventar ausgeräumt, die Technik aus Backstube und Eislabor ist bereits vor einigen Tagen abgebaut und verkauft worden. Und auch das meiste von allem anderen, was in den vergangenen Jahren gebraucht wurde, damit sich die Gäste rundum wohlfühlen konnten, ist bereits in alle Winde verstreut. Am Vormittag wurden die letzten Stühle in einen Transporter verladen, bevor Hausherrin Petra Bontempi selbst noch ein letztes Mal zum Besen griff und persönlich den finalen Kehraus erledigte.

Stellungnahme der Warsteiner Brauerei:

Mit Verweis auf vertragliche Verpflichtungen zur Verschwiegenheit lehnte Stefan Leppin, Pressesprecher der Warsteiner Brauerei gestern gegenüber dem Anzeiger detaillierte Angaben zu den Gründen für die Trennung von der Familie Bontempi ab. Er erklärte lediglich, es habe „unterschiedliche Geschäftsauffassungen“ zwischen den Parteien gegeben. Derzeit werde noch ein neuer Pächter gesucht, der den Betrieb „professionell“ weiterführen soll. Dieser Pächter habe durch die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt die Möglichkeit, sich auf die Hochsaison im Sommer „vernünftig vorzubereiten“.

Ganz zur Ruhe setzen wollen sich Petra und ihr Ehemann Bernado Bontempi noch nicht, wie es weitergehen soll, wissen sie aber noch nicht. Klar ist nur: Sohn David, der den Betrieb von seinen Eltern vor einigen Jahren übernommen hatte, ist auf der Suche nach einem neuen Restaurant in Soest, das er übernehmen will. Bei dessen Führung wollen die Eltern dann „hilfreich zur Seite stehen“. Ihren inneren Frieden mit der Aufgabe des Betriebes am Großen Teich hat Petra Bontempi noch nicht geschlossen. Über die Jahre habe es sich auch in stetig steigenden Umsätzen ausgezahlt, dass sie und ihre 17 Mitarbeiter die Gäste mit besonderer Sorgfalt und Liebe zum Detail umsorgt hätten.

„Als bekannt wurde, dass wir schließen, haben uns viele Gäste angesprochen. Das hat gut getan. Drei Familien haben sich sogar zusammengetan und uns ein Fotobuch geschenkt mit Szenen von vielen Feiern, die sie im Laufe der Jahre bei uns verlebt haben“, erzählte Petra Bontempi gestern mit leisem Stolz in der Stimme.

Sie bedrückt aber nicht nur das Ende ihres Restarants, das sie 1998 nach beträchtlichen Investitionen („natürlich aus eigener Tasche“) gemeinsam mit ihrem Mann eröffnete, auch die Zukunft des Parkes ringsum macht ihr Sorgen. „Es war hier immer sauber und sicher“, so Petra Bontempi – vor allem deshalb, weil ihre Mitarbeiter das Parkgelände inklusive der öffentlichen Toiletten regelmäßig aufgeräumt und gereinigt hätten.

Jetzt drohten „alte Zustände“ wieder einzukehren: Erste Trinkgelage von Jugendlichen hätten bereits wieder im Park stattgefunden, Hundehaufen und Müll würden natürlich auch nicht mehr entfernt.

„Bontempi“, verabschiedet sich Petra Bontempi leise, „das war eben mehr als nur ein Restaurant von vielen in der Stadt“. - kim

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