514.06.10|Soest|Soest|
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SOEST ▪ „Die Gruppe hat sich entschieden, anstatt eine Abschlussfahrt zu machen, lieber das Geld zu sparen und dieses Strohballenhaus zu bauen“, erklärt Oliver Dahn, Leiter der Jugendbauhütte Soest, nicht ohne Stolz. So eng ist die Gruppe der Teilnehmer, die ihr freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege ableisten, zusammen gewachsen, dass sie im letzten Seminar noch einmal etwas Bleibendes für ihre Gemeinschaft Schaffen möchten.

© Dahm
Das Dach für das geplante Strohballenhaus nimmt bereits Form an. ▪
„Mit dem Haus möchten wir ein Denkmal setzen, dass wir dem ehemaligen Freibad hinterlassen und an die nächste Gruppe weitergeben können“, sagt der 20-jährige Max Becker.
In ihrem fünften Fachseminar während dieses Zyklus' trafen sich die Mitglieder der Jugendbauhütte Soest daher auf dem Gelände des ehemaligen Soester Freibads. Zwei Zimmerleute standen den 20 Freiwilligen zur Seite und machten sie mit dem Umgang von Stoßaxt und Schrotsäge vertraut. Ziel war es, das Dach zu bauen, das im Juli beim Abschlussseminar auf das kleine Strohballenhaus gesetzt werden soll.
Das Dach wird mit traditionellen Holzverbindungen verzimmert. „Strohballenhäuser werden seit mehr als hundert Jahren gebaut, sind aber bisher nicht sehr verbreitet“, erklärt Oliver Dahn. Schon wegen der Energiebilanz sei diese Bauweise sehr interessant. In dem Haus soll später ein Atelier oder ein Aufenthaltsraum entstehen.
Derzeit geht das Bewerbungsverfahren für ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege im Zyklus 2010/2011 in die letzte Phase. Es gibt noch einige freie Plätze. Wer also zwischen 17 und 27 Jahren alt ist und sich für traditionsreiche Handwerkstechniken interessiert, kann sich bewerben. ▪ how
Info: http://www.ijgd.de

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