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Blutspenden in Soest mit Event-Charakter

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SOEST - Schlange stehen am 27. Dezember – das ist für viele Soester inzwischen nach-weihnachtliche Tradition. Man steht an der Supermarktkasse, um den geplünderten Kühlschrank aufzufüllen, in den Geschäften, um Geschenke umzutauschen und seit einigen Jahren auch in der Stadthallen – und zwar um Gutes zu tun.

© Foto: Niggemeier

Blumen für Angelika Milnikel (links): Sie ist die 5000. Blutspenderin. Dazu gratuliert das gesamte DRK-Team.

Zum zweiten Mal nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr lud der DRK-Blutspendedienst West am Dienstag zum großen Blutspende-Marathon nach den Weihnachtsfeiertagen. Dass der erneut ein Erfolg werden würde, zeichnete sich schon ab, bevor überhaupt der erste Tropfen Blut geflossen war: Schon eine Viertelstunde, bevor die Türen öffneten, hatte sich vor der Stadthalle eine Schlange gebildet.

Der Termin „zwischen den Jahren“ ist für das Rote Kreuz schon seit Jahren ein wichtiges Spenden-Datum. Mit dem Spenden-Marathon habe man ein Event-Charakter geschaffen, das den großen Aderlass für die Spender noch interessanter macht, so Carsten Janz vom Blutspendedienst West.

„Bei solchen großen Terminen erzeugen wir natürlich immer eine große Aufmerksamkeit, und das motiviert auch immer wieder Erstspender.“ Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sei generell eher eine spendenarme Zeit. Bedingt durch Feiertage und Ferien würden die Reserven oft knapp. Da kommt der Termin in Soest genau richtig.

Aber ist es überhaupt gut, nach all dem ungesunden Festtagsessen sein Blut für andere herzugeben? „Das ist kein Problem“, erklärt Janz. „Alle Spender werden ja vorher von unseren Mitarbeitern noch einmal durchgecheckt, da braucht man wirklich keine Bedenken zu haben.“ Und so investierten gestern 353 Soester (davon 23 Erstspender) einige Stunden ihres Urlaubes für die gute Tat.

„Wenn man drei Tage lang nur zu Hause rum sitzt, wird es auch mal Zeit, was Sinnvolles zu tun“, findet Rüdiger Schulte (46). Auch Erstspenderin Lisa Dröge (21) sah in dem Termin direkt nach den Feiertagen einen zusätzlichen Anreiz, Blut zu spenden: „Ich habe Semesterferien und bin eh in Soest. Wenn das hier dann noch so groß aufgezogen wird, fällt es schon leichter, sich zum Spenden aufzuraffen.“

Stellvertretend für alle Soester, die sich in diesem Jahr zum Spenden „aufgerafft“ haben, erhielt Angelika Milnikel gestern einen Blumenstrauß und ein großes Dankeschön vom ganzen DRK-Team. Die Soesterin, die schon mehr als ein Dutzend Mal Blut gespendet hat, sorgte gestern für die 5 000. Blutspende des Jahres. - mo

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