Superbanner

Gemeinderat entscheidet: Mehrheit für den Friedwald

Gemeinderat entscheidet: Mehrheit für den Friedwald

516.09.11|Möhnesee|Möhnesee|2
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: Gemeinderat entscheidet: Mehrheit für den Friedwald

MÖHNESEE - Vor fünf Jahren waren 16 Stimmen die Ratsmehrheit gegen den Friedwald, Donnerstagabend bildeten wieder exakt 16 Stimmen die Mehrheit – diesmal für die Einrichtung eines Friedwaldes auf der Delecker Halbinsel.

Nach kurzer Diskussion beschloss der Rat, der Einrichtung eines Friedwaldes vom Grundsatz her zuzustimmen, den Bürgermeister und die Verwaltung zu beauftragen, die entsprechenden Verhandlungen mit der Friedwald-GmbH und dem Ruhrverband zu führen und die Verträge vor Unterzeichnung dem Rat zur Entscheidung vorzulegen.

Über das Für- und Wider des eines Friedwaldes an sich wurde gestern im Gegensatz zu den Diskussionen vor fünf Jahren nicht mehr viel debattiert. Richard Bense, Fraktionsvorsitzender der BG, und gestern wie vor fünf Jahren gegen den Friedwald, erklärte, dass sowohl er, als auch die Vertreter der CDU mit den Pfarrern beider Konfessionen gesprochen hätten. Diese hätten aus kirchlicher Sicht keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Friedwald geäußert, aber gleichwohl betont, dass sie dort nicht hingehen würden.

Sein Fraktionskollege Christian Wolf sagte: „Hier geht es ausnahmsweise einmal nicht um richtig oder falsch, sondern einzig und allein um eine Gewissensfrage.

Dem stimmte auch Ferdinand Eickhoff (CDU) zu, der betonte, dass seine Fraktion nur nach Gewissen und daher nicht einheitlich abstimmen werde.

Marion Lepold, ebenfalls CDU, kritisierte den Standort und wollte bestätigt haben, dass auf die Gemeinde keine Kosten für Wegebau oder Parkplätze zukommen. Kritik gab es von ihr, wie auch von anderen Ratsmitgliedern an Details der Abrechnungsmodalitäten der Friedwald-GmbH. Hier soll bis zum Vertragsabschluss noch nachgebessert werden.

Uwe Gronert, Grüne, betonte: „Der Friedwald ist ein Angebot. Niemand ist gezwungen, sich dort bestatten zu lassen. Es wäre aber ein Zeichen von Toleranz und Vielfalt, wenn man das ermöglicht.

Horst Klatte, vor fünf Jahren eifriger Verfechter der Friedwald-Idee, und ebenso wie Gronert, Mitbegründer der Bürgerinitiative, die seinerzeit den an 27 Stimmen gescheiterten Bürgerentscheid durchsetzte, zeigte sich erfreut, dass „das Thema jetzt doch wieder auf der Tagesordnung steht.“ Er appellierte eindringlich, sich den Bedürfnissen der vielen Bürger, die diese Art von Bestattung wünschen, nicht zu verweigern.

In den kommenden Wochen werden die Verträge ausgearbeitet, die vorsehen, dass die Gemeinde über den Ruhrverband am Umsatz der Friedwald-GmbH beteiligt wird. Nach Schätzungen sollen so zwischen 37 000 und 44 000 Euro jährlich in die Gemeindekasse fließen. - mst

zurück zur Übersicht: Möhnesee

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Regeln fürs Kommentieren:
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistische, rufschädigende und gegen die guten Sitten verstoßende Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte soester-anzeigerLippetalWelverSoestBad SassendorfWerlWickedeEnseMöhneseeWarstein

Blogger aus dem Kreis Soest

Jannis König aus Soest verbringt ein Jahr in Namibia. Er arbeitet im Gemeindezentrum in Ongwediva im Norden des Landes und unterstützt Kinder und Jugendliche. Über seine Arbeit berichtet er im Blog.

Hendrik Hein berichtet im Anzeiger-Blog aus Australien. Der Soester hat sein Abitur in der Tasche und überbrückt die Zeit bis zum Studium mit einer Reise durch Down Under.

Annika Fischer ist 20 Jahre jung und studiert an der Uni Bielefeld "Bioinformatik und Genomforschung". Über den Alltag im Studentenleben schreibt sie im Blog.

Stefan Schlichte schreibt in den Sommerferien ein Tagebuch für unsere Internetseite. Er ist Geschäftsführer des Aquafuns Soest, wo in den großen Ferien jede Menge los ist.

Nachrichten aus der Nachbarschaft

Klasse 8 ist fit für die Berufswahl

Klasse 8 ist fit für die Berufswahl

BAD SASSENDORF ▪ Nach der Schule ist vor dem Job: Was in dieser Hinsicht auf sie zukommt, haben die Schüler der Klasse 8 der Bad Sassendorfer Hauptschule eine Woche lang thematisiert.Mehr...

Artikel lizenziert durch © soester-anzeiger
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.soester-anzeiger.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper