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Bullemänner mit Spaß Garantie Zwei Vorstellungen im ausverkauften Albertussaal

Gott schuf erst die Kuh und dann den Melker

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LIPPETAL - Mit Witz und viel Lokalkolorit sorgten die „Bullemänner“ am Samstag in gleich zwei ausverkauften Vorstellungen am Nachmittag und am Abend für gute Laune, jede Menge Lacher und tosenden Applaus der insgesamt rund 600 Gäste. 

 

© agu

Applaus gab´s auch für Heinz Weißenberg als Gott, der den Hovestädtern erklärte, eigentlich müsste ihr Ort „Doofe-Stadt“ heißen.

„Ethno-Kabarett“, so nennen Heinz Weißenberg und Augustin Upmann ihr Tun auf der Bühne. Und mit der Unterstützung der Pianistin Svetlana Svoboda aus der Ukraine am Keyboard legt das Trio mehr Wert auf Musik im Programm als früher. „iKuh, die komische Intelligenz der Westfalen“ heißt das aktuelle Programm der Bullemänner.

Dass der Westfale anders ist als der Rheinländer, ist bekannt. Doch dass auch er Humor hat, bewiesen die Bullemänner einmal mehr: Der Ort „Suchtdrup“ im Münsterland kann überall sein, auch in Hovestadt, Herzfeld oder Lippborg. Als in Suchtrup der Google-Opel gesichtet wurde, da „spielten wir intelligentes Leben“: Schilder mit „VHS-Nebenstelle“ wurden aufgehängt, aus dem Nagelstudio wurde „Nägel mit Köpfchen“ und schnell ein „Einsteinkamp“ ausgewiesen. Und jedes Auto bekam den Aufkleber: Abi 2011.

Die Komiker überzeugten auch durch ihre witzigen und schrillen Kostüme: Ob auf dem Weg ins spanische Muerte als Torreros, als Schützenbrüder auf der Beerdigung ihres Kumpels Clemens oder Augustin Upmann, der mutig als „Pferdemädchen“ im Miniröckchen und mit blonden Zöpfen viel Bein zeigte. Als zwei Arbeiter mit Besen, auf die sie sich stützen, demonstrierten die beiden westfälische Langsamkeit und Gelassenheit. Applaus gab´s auch für Heinz Weißenberg als Gott, der den Hovestädtern erklärte, eigentlich müsste ihr Ort „Doofe-Stadt“ heißen: „Wenn Euer Schutzheiliger, der heilige Albertus, damals nicht die Ida mit ihrem Hirsch und Pflastersteinen zurückgeschickt hätte über die Lippe, ja dann hättet Ihr heute ´ne Basilika!.“ Gott erschuf die Kuh als Krone der Schöpfung, erst danach den Melker. Und, na ja, beim Rheinländer, da hatte er eben einen schlechten Tag.

Und immer wieder ging es um die spezielle Intelligenz der Westfalen: Um im Internet auf „Landflirt.de“ doch noch zu einer Frau zu kommen, hatte der Neffe netterweise ein westfälisches „Jau“ auf die Enter-Taste geklebt. Jetzt rückt die Bekannte aus Kiew auf dem Flughafen Münster-Osnabrück an – und Heinz aus Suchtdrup holt sie mit Claas Dominator ab. „Da kam ich sogar inne Verkehrsnachrichten“. Dass das Internet und das Flirten sowieso seine Tücken hat, musste der Westfale mit dem Raps-Strauß in der Hand schließlich feststellen. Und immer wieder trällerte das rote Telefon bei Heini auf der Feuerwache. Da bekam auch Marion aus Suchtdrup, die immer und bei jeder Veranstaltung mit Rhabarber-Muffins aufkreuzt, ihr Fett weg. „Ich kann die Muffins nicht mehr sehen, igitt“. Doch die zahlreichen Besucher der „Bullemänner“ freuten sich riesig, als Heinz Weißenburg und Augustin Upmann zum Schluss verkündeten: „So, und am Ausgang bekommt jeder von Euch ein Rhabarber-Muffin.“ Sprachen´s, nahmen zwei große Körbe und drückten beim Rausgehen jedem ein leckeres Törtchen in die Hand. ▪ agu

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