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Zweiter Versuch in Sachen Gemeinschaftsschule

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BAD SASSENDORF ▪ Der erste Versuch, in Eigenregie eine Gemeinschaftsschule auf die Beine zu stellen, hat nicht geklappt. Nun will sich Bad Sassendorf mit Soest zusammen tun, um einen neuen Versuch zu starten.

„Wir sind jetzt konkret geworden, denn es gibt aus Soest Signale, die eine gute Zusammenarbeit denkbar machen“, sagte die Vorsitzende des Schulausschusses, Angelika Cosmann (CDU) zum Auftakt der Beratung für die formelle Anfrage an Soest.

Aus Sicht Bad Sassendorfs machte Cosmann zugleich zwei Voraussetzungen deutlich: „Wichtig ist, dass in der Anfrage die Gemeinschaftsschule als angestrebte Schulform drin steht, und ebenso, dass Bad Sassendorf als Teilstandort erhalten bleibt.“ Zudem sei der Zeitrahmen so gesteckt, dass je nach der Antwort aus Soest entsprechende Maßnahmen eingeleitet oder die Gemeinde anderweitig tätig werden könne. Ziel aus Bad Sassendorfer Sicht sei es, zum Schuljahr 2012/13 eine Lösung zu haben. Bei einem Ja aus Soest müsse insbesondere ein schlüssiges pädagogisches Konzept und die Standortaufteilung erarbeitet werden, ergänzte Fachbereichsleiter Wolfgang Geisler.

Aktuelle Signale aus Soest weisen darauf hin, dass die Anfrage möglicherweise tatsächlich positiv beantwortet wird (siehe Bericht auf den Soestseiten). Anderenfalls will sich die Gemeinde rasch umorientieren, wie Bürgermeister Antonius Bahlmann bekräftige: „Wenn sich andeutet, dass es mit Soest nichts wird, werden wir entsprechend schnell die nächsten Entscheidungen vorbereiten.“ Diese Marschrichtung fand im Schulausschuss einhellige Zustimmung. Der Vorstoß Ingo Schremmers (FDP), schon jetzt parallel Gespräche mit anderen potenziellen Partnern zu führen, fand wie berichtet keine Zustimmung. Der von der Verwaltung ausgearbeitete Beschluss reiche völlig aus, erklärte Albert Groß (SPD): „Wir finden den Beschluss richtig gut, wir müssen ganz gezielt mit einer Kommune verhandeln.“

Nicht ganz ungerupft lassen wollte Groß allerdings den Bürgermeister wegen seines Alleingangs in Sachen kommunaler Konsens für den Schulbesuch an der Gemeinschaftsschule Lippetal. „Wir möchten ganz deutlich unseren Unmut wegen des Alleingangs zum Ausdruck bringen“, erklärte Groß im Namen der SPD-Fraktion. Letztlich habe er erst aus der Zeitung von dem Vorgang erfahren. Groß weiter: „Ich war nur heilfroh, dass die CDU-Fraktion, salopp gesagt, ihren Bürgermeister wieder eingefangen hat.“ Zugleich betonte er, dass den Mitglieder des Schulausschusses an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gelegen sei.

Die FDP reagierte auf den Fall der zunächst verweigerten Zustimmung zu einem Besuch der Gemeinschaftsschule Lippetal mit dem Antrag, dass dieser Konsens in Zukunft generell zu erteilen sei. Der Antrag wurde ohne Gegenstimme angenommen (wir berichteten). Zudem bekräftige Schremmer, dass gemäß Gemeindeordnung der Schulausschuss über schulische Kooperationen öffentlich-rechtlicher Art zu befinden habe. ▪ tbg

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