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Sekundarschule: Von Soest hängt es ab

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BAD SASSENDORF ▪ Eine Verbundschule mit Soest als letzte Möglichkeit, in Bad Sassendorf eine Schule für die Sekundarstufe I anbieten zu können: Dieser Lösung will sich die Bezirksregierung in Arnsberg als zuständige Aufsichtsbehörde nicht verschließen. Auf dem Weg dorthin müssten aber einige Hürden genommen werden, wie Fachbereichsleiter Wolfgang Geisler in der Sitzung des Hauptausschusses erläuterte.

Am Mittwochmorgen hatten sich die Vertreter der Gemeindeverwaltung mit einem Juristen und zwei Schulräten der Bezirksregierung in Arnsberg getroffen, um die Variante „Sekundarschule im Verbund mit Soest“ zu erörtern. Ein Ergebnis: Eine Verbundschule aus eigener Kraft kann der Kurort nicht auf die Beine stellen, weil mindestens eine Dreizügigkeit dieser neuen Schule gefordert wird. Allenfalls bestehe daher im Kurort ein „Teilbedürfnis“ auf Errichtung einer Sekundarschule. Zwei Klassen wären dabei in Bad Sassendorf zu bilden, drei in Soest, so dass insgesamt eine fünfzügige Sekundarschule geschaffen werden müsste. Diese Variante werde auch von der Bezirksregierung als letzte Chance für ein weiter führendes Schulangebot in Bad Sassendorf angesehen, sagte Geisler.

Erforderlich sind dafür einige grundlegende Voraussetzungen: Vor allem muss die Stadt Soest in einem Grundsatzbeschluss den Willen bekunden, gemeinsam mit Bad Sassendorf auf der Basis eine Zweckverbands eine fünfzügige Sekundarschule zu gründen. Erst dann kann ein pädagogisches Konzept ausgearbeitet werden.

Ob es in dieser Richtung überhaupt weiter geht, könnte sich schon am 1. Dezember andeuten, wenn der Soester Schulausschuss das Thema Sekundarschule erörtert. Dann habe man zumindest ein Meinungsbild, erklärte Bürgermeister Antonius Bahlmann in der Sitzung.

Auch bei einem positiven Signal aus der Nachbarstadt müssten noch einige Hürden genommen werden. So muss die Gemeinde nachweisen, dass sie zwei Klassen der fünfzügigen Sekundarschule aus eigener Kraft füllen kann, ergänzte Bahlmann. Dies wiederum sei auch davon abhängig, wie sich die Eltern in den kommenden Anmeldeverfahren mit Blick auf andere weiterführende Schulen in Lippetal, Lippstadt und Soest verhalten werden.

Vor allem mit Blick auf diesen Punkt mahnte Edwin Morch (SPD) daher eine umfangreiche Informationspolitik der Gemeinde für die Eltern an.

Starten könnte die Soest-Bad Sassendorfer Sekundarschule wegen der umfangreichen Vorarbeiten frühestens zum Schuljahr 2013/2014, sagte Bahlmann. Zugleich verdeutlichte er, dass mit einem solchen Projekt auch interessante Chancen verbunden sein könnten. Statt eine einfache Sekundarschule zu schaffen, sei zum Beispiel denkbar, ein ganz eigenes Profil für die neuen Einrichtung zu entwickeln. So könnte ein Schwerpunkt der Sekundarschule auf dem Thema Berufswahl liegen – ein Feld, auf dem die bisherige Bad Sassendorfer Hauptschule, die wegen zu geringer Schülerzahlen auslaufen muss, schon jetzt manche interessante Initiative entwickelt hat.

Jedoch: All dies sind Luftschlösser, sofern nicht die Grundsatzentscheidungen erfolgen. Falls dies gelingen sollte, so Bahlmann, habe die Bezirksregierung aber ein deutliches Signal ausgesendet: „Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, können wir von dort volle Unterstützung bekommen.“ ▪ tbg

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