BAD SASSENDORF ▪ Gäste sind das A und O für den Ort, das gilt fürs Maritim-Hotel und die Kliniken ebenso wie für Handel und Gastgewerbe, etwa die Pensionen. Schwierig wird es aber offenkundig, wenn sich die verschiedenen Gästeströme „in die Quere“ kommen.

© Dahm
Trotz der engen Kurve fahren hier viele Busse durch, sehr zum Ärger von Heinz Jäger, der in diesem Haus Ferienwohnungen betreibt. ▪
So beklagte sich Heinz Georg Jäger, Inhaber von drei Ferienwohnungen für jeweils zwei Personen in der Friedrichstraße, jetzt in der Einwohnerfragestunde des Gemeinderats heftig über Störungen seiner Gäste durch Busverkehr und Lärm.
Jägers Anwesen mit den Ferienwohnungen liegt mitten im Ort, Ecke Friedrichstraße/Badestraße. So eng und verwinkelt diese beiden Straßen sind, von den Bussen, die vom Maritim-Hotel in der Salzstraße abfahren, wird die Route dennoch benutzt. In der engen Kurve bei Jägers Carport rumpeln die schweren Fahrzeuge über den Bürgersteig und würden alles kaputt fahren, klagte Jäger. Zudem komme es durch parkende Autos immer wieder zu Konflikten: „Wenn die Busse hier durch fahren, gibt es nur Gehupe und Theater.“
Ebenso hat Jäger die benachbarte Hellwegklinik als Lärmquelle ausgemacht: „Um viertel vor fünf kommt der Wäschewagen, dann rumpeln die Wäschecontainer über das buckelige Pflaster.“ Aufgrund von Klagen seien zwar zwischenzeitlich Wäschecontainer mit leiseren Rädern eingesetzt worden, eine nachhaltige Lösung sei dies aber nicht.
Bürgermeister Antonius Bahlmann sicherte in der Ratssitzung zu, dass er die Klage bezüglich der Verkehrssituation an den Bauausschuss weiter leiten werde, das Thema sei in dem Ausschuss auch bereits diskutiert worden.
Fachbereichsleiter Wolfgang Geisler wies ergänzend darauf hin, dass die Vorschrift zur Einhaltung der Mittagsruhe für gewerbliche Tätigkeit nicht gelte. Jäger mahnte daher an, die Firmen schon bei der Ausschreibung zur Rücksicht auf die Mittagsruhe zu verpflichten.
Bleibt des Problem des Schwerlastverkehrs: Jägers Vorschlag, dass die Busse vom Maritim über die Salzstraße wieder abfahren sollten, indem sie in der Salzstraße wenden, bewertete Olaf Bredensteiner von der Gäste-Information skeptisch. Dann müsste die Busse rückwärts fahren, mit den damit verbundenen Problemen.
Trotz einer verstärkten Werbung bei Busunternehmen im vorigen Jahr durch die drei Tourismuskommunen Soest, Möhnesee und Bad Sassendorf ist Bredensteiner zufolge für den Ort insgesamt kein erheblicher Anstieg an Gruppenreisen per Bus festzustellen. Für die allgemeinen Lärmprobleme plädierte Bredensteiner für Gespräche zwischen den Betroffenen. ▪ tbg
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