Superbanner

Kritik: „Busse und Lärm vergraulen die Gäste“

Kritik: „Busse und Lärm vergraulen die Gäste“

    • recommendbutton_count100
    • 1
    • 0

BAD SASSENDORF ▪ Gäste sind das A und O für den Ort, das gilt fürs Maritim-Hotel und die Kliniken ebenso wie für Handel und Gastgewerbe, etwa die Pensionen. Schwierig wird es aber offenkundig, wenn sich die verschiedenen Gästeströme „in die Quere“ kommen.

Trotz der engen Kurve fahren hier viele Busse durch, sehr zum Ärger von Heinz Jäger, der in diesem Haus Ferienwohnungen betreibt. ▪

© Dahm

Trotz der engen Kurve fahren hier viele Busse durch, sehr zum Ärger von Heinz Jäger, der in diesem Haus Ferienwohnungen betreibt. ▪

So beklagte sich Heinz Georg Jäger, Inhaber von drei Ferienwohnungen für jeweils zwei Personen in der Friedrichstraße, jetzt in der Einwohnerfragestunde des Gemeinderats heftig über Störungen seiner Gäste durch Busverkehr und Lärm.

Jägers Anwesen mit den Ferienwohnungen liegt mitten im Ort, Ecke Friedrichstraße/Badestraße. So eng und verwinkelt diese beiden Straßen sind, von den Bussen, die vom Maritim-Hotel in der Salzstraße abfahren, wird die Route dennoch benutzt. In der engen Kurve bei Jägers Carport rumpeln die schweren Fahrzeuge über den Bürgersteig und würden alles kaputt fahren, klagte Jäger. Zudem komme es durch parkende Autos immer wieder zu Konflikten: „Wenn die Busse hier durch fahren, gibt es nur Gehupe und Theater.“

Hinzu komme der Lärm unter anderem von Baustellen, wie kürzlich während eines umfangreicheren Umbaus im Kurmittelhaus. Die Schuttcontainer hätten gegenüber den Ferienwohnungen ebenfalls genau in der Kurve gestanden und selbst in der Mittagszeit sei mit viel Lärm Schutt abgeladen worden, sagte Jäger zum Anzeiger. Auch sonst würden sich viele Firmen nicht an die Mittagsruhe halten.

Ebenso hat Jäger die benachbarte Hellwegklinik als Lärmquelle ausgemacht: „Um viertel vor fünf kommt der Wäschewagen, dann rumpeln die Wäschecontainer über das buckelige Pflaster.“ Aufgrund von Klagen seien zwar zwischenzeitlich Wäschecontainer mit leiseren Rädern eingesetzt worden, eine nachhaltige Lösung sei dies aber nicht.

Bürgermeister Antonius Bahlmann sicherte in der Ratssitzung zu, dass er die Klage bezüglich der Verkehrssituation an den Bauausschuss weiter leiten werde, das Thema sei in dem Ausschuss auch bereits diskutiert worden.

Fachbereichsleiter Wolfgang Geisler wies ergänzend darauf hin, dass die Vorschrift zur Einhaltung der Mittagsruhe für gewerbliche Tätigkeit nicht gelte. Jäger mahnte daher an, die Firmen schon bei der Ausschreibung zur Rücksicht auf die Mittagsruhe zu verpflichten.

Bleibt des Problem des Schwerlastverkehrs: Jägers Vorschlag, dass die Busse vom Maritim über die Salzstraße wieder abfahren sollten, indem sie in der Salzstraße wenden, bewertete Olaf Bredensteiner von der Gäste-Information skeptisch. Dann müsste die Busse rückwärts fahren, mit den damit verbundenen Problemen.

Trotz einer verstärkten Werbung bei Busunternehmen im vorigen Jahr durch die drei Tourismuskommunen Soest, Möhnesee und Bad Sassendorf ist Bredensteiner zufolge für den Ort insgesamt kein erheblicher Anstieg an Gruppenreisen per Bus festzustellen. Für die allgemeinen Lärmprobleme plädierte Bredensteiner für Gespräche zwischen den Betroffenen. ▪ tbg

zurück zur Übersicht: Bad Sassendorf

Regeln fürs Kommentieren:
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte soester-anzeigerLippetalWelverSoestBad SassendorfWerlWickedeEnseMöhneseeWarstein

Blogger aus dem Kreis Soest

Jannis König aus Soest verbringt ein Jahr in Namibia. Er arbeitet im Gemeindezentrum in Ongwediva im Norden des Landes und unterstützt Kinder und Jugendliche. Über seine Arbeit berichtet er im Blog.

Hendrik Hein berichtet im Anzeiger-Blog aus Australien. Der Soester hat sein Abitur in der Tasche und überbrückt die Zeit bis zum Studium mit einer Reise durch Down Under.

Annika Fischer ist 20 Jahre jung und studiert an der Uni Bielefeld "Bioinformatik und Genomforschung". Über den Alltag im Studentenleben schreibt sie im Blog.

Fabian Srowig schreibt für uns aus Guatemala. Im Zentrum von Guatemala City betreut der 25-Jährige Soester in einem Praktikum mehrere Projekte in den Slums der Hauptstadt.

Nachrichten aus der Nachbarschaft

Soest: Weniger Ausgaben für Hartz IV

Weniger Ausgaben für Hartz IV in Soest

SOEST ▪ Martin Steinmeier ist Kummer gewohnt: Der Mann ist bekennender Bayern-Fan. Aber es gibt auch Lichtblicke im Leben des Geschäftsführers der Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) – und die listet nicht zuletzt der Jahresbericht des Jobcenters auf.Mehr...

Artikel lizenziert durch © soester-anzeiger
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.soester-anzeiger.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper