Köln - Rosenmontagszüge halten die Polizei traditionell auf Trab. In diesem Jahr überwog zwar die gute Stimmung. Probleme gab es aber mit angetrunkenen Jugendlichen - und einem bockigen Pferd.

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Dieses Jahr waren die Narren brav.
Im Karneval ist zwar fast alles erlaubt, die Narren waren dieses Jahr dennoch überwiegend brav. Von Köln bis Mainz feierten die Jecken ausgelassen, aber überwiegend friedlich. “Die Gewaltbereitschaft war insgesamt geringer als im letzten Jahr“, sagte ein Polizeisprecher in Köln. Dort hatten Polizei und Feuerwehr nach eigenen Angaben am Rosenmontag weniger Einsätze als in den vergangenen Jahren.
Für Aufruhr sorgte dort ein bockiges Pferd: Eine Frau erlitt schwere Kopfverletzungen, weil sie von dem Tier an den Kopf getreten wurde. Nach Angaben des Polizeisprechers wollte die 63-Jährige in einem abgesperrten Bereich zwischen einer Reitergruppe Kamelle aufsammeln, als eines der Tiere scheute und ausschlug. Die Frau wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
In Düsseldorf behandelten die Rettungskräfte rund um den Rosenmontagszug 182 Menschen, etwas mehr als im vergangenen Jahr (145), 79 kamen ins Krankenhaus. Die Hilfskräfte mussten sich um rund 230 Betrunkene kümmern. Ein Helfer erlitt ein Knalltrauma durch Böller. Insgesamt hatten die Beamten zwischen Weiberfastnacht und Dienstagmorgen rund 3000 Einsätze - etwa so viele wie im vergangenen Jahr.
Auch in Mainz machten die Narren der Polizei nicht mehr Ärger als üblich. Die Bilanz des Rosenmontagszugs: 72 Strafanzeigen bis zum Dienstagmorgen. 26 Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Im Vorjahr hatte die Polizei ähnliche Zahlen präsentiert. Dieses Mal hätten aber Jugendliche besonders tief ins Glas geschaut: Von den 46 Narren, die die Beamten am Rosenmontag mit zur Ausnüchterung nahmen, waren 80 Prozent nicht älter als 17 Jahre.
dpa



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