Wickeder Architekt übergibt 25-Millionen-Objekt

Ein ganz besonderer Augenblick: Architekt Paul J. Schüpstuhl öffnet Ulrich und Andreas Bettermann die Tür zum Kompetenzzentrum Metall.

WIMBERN ▪ Als „optimales Arbeitsumfeld in technologischer Architektur“ wird es apostrophiert, das Kompetenzzentrum Metall der Firma OBO Bettermann in Hüingsen. Architekt des 25 Mio. Euro teuren Objektes ist Architekt Paul J. Schüpstuhl aus Wimbern. In Anwesenheit aller planungs- und ausführungsbeteiligten Ingenieure übergab er gestern den Haupteingangsschlüssel symbolisch an die Geschäftsführung, vertreten durch Firmenchef Ulrich Bettermann und seinen Sohn Andreas.

Seit November 2008 liefen die Arbeiten an der „Fabrik für die Zukunft!“, in der künftig rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sein werden.

„Das neue Kompetenzzentrum Metall ist das Ergebnis konsequenter Anwendung und Umsetzung von Fabrikplanung mit all ihren technischen Abläufen und der darauf methodisch, konstruktiv und energetisch abgestimmten Architektur“, erläuterte Architekt Paul J. Schüpstuhl.

Ein intelligentes Energiekonzept - Heizung/Klima/Lüftung mit Elektro - sorge für maximales Wohlbefinden bei minimierten Kosten. In Verbindung mit der nutzervariablen Gebäudestruktur sei Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit selbst bei zukünftiger Umnutzung garantiert.

Mit einer Bruttogeschossfläche von 32 000 Quadratmeter verfügt das von Schüpstuhl geplante und geleitete Bauvorhaben über einen Bruttorauminhalt von 330 000 Kubikmetern. Nach Baubeginn im November 2008 und Richtfest im August 2009 erfolgte im März die Fertigstellung der Feuerverzinkerei und im Juli der Produktionsstätte nebst Verwaltungsbereich. Mit Verzinkerei und sonstige Maschinentechnik erhöhen die Gesamtinvestition auf rund 40 Mio. Euro.

Das Projekt stellt für den 1948 in Wimbern geborenen Paul J. Schüpstuhl in der Reihe der von ihm errichteten Objekte einen ganz besonderen Meilenstein dar. Bereits nach seinem Studium an der RWTH Aachen hatte er sich als Mitarbeiter eines Architekturbüros dem Wohn- und Geschäftshausbau gewidmet, war zudem viele Jahre im Vertrieb für einen US-Konzern tätig. 1990 gründete er in Wimbern mit zunächst drei Mitarbeitern sein eigenes Büro.

Neben dem Einfamilienhausbau folgten hier auch Aufträge für Kirche und Kommunen, Verwaltungs-, Industrie- und Geschäftshausbau - auch heute noch die Hauptbereiche des mittlerweile in der Kirchstraße firmierenden Büros. Über erste Beratungsleistungen entwickelten sich Projektaufgaben in ganz Deutschland. Nach Berlin, Augsburg oder Hamburg kamen dann schnell auch Kunden aus dem europäischen Ausland hinzu.

Heute beschäftigt das heimische Architekturbüro fünf feste Mitarbeiter. Das Team wird zudem durch freie Mitarbeiter und ein Netzwerk von Fachplanern ergänzt.

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