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Beeindruckendes Projekt für Kinder in Sambia

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Natalie Stiller (2.v.r.) und Linda Blienert (M.) gaben einen beeindruckenden Bericht - hier mit kfd-Vorsitzender Hornkamp (r.), Caritas Vorsitzender Brinkmann und Pfarrer Heribert Ferber.
Natalie Stiller (2.v.r.) und Linda Blienert (M.) gaben einen beeindruckenden Bericht - hier mit kfd-Vorsitzender Hornkamp (r.), Caritas Vorsitzender Brinkmann und Pfarrer Heribert Ferber.

WICKEDE ▪ „Sozial benachteiligten Kindern wieder Hoffnung schenken“- einen beeindruckenden Vortrag über ein seit vier Jahren erfolgreich laufendes Hilfsprojekt in Sambia boten Caritas und die kfd-Wickede jetzt im Roncalli-Haus.

Caritas-Vorsitzende Klementine Brinkmann und kfd-Vorsitzende Sabine Hornkamp begrüßten hierzu die Wickederin Natalie Stiller und Linda Blienert aus Büderich sowie zahlreiche Zuhörer und Pfarrer Heribert Ferber. Die beiden 24-jährigen Initiatorinnen befinden sich derzeit jeweils im Master-Studium und starteten ihr Hilfsprojekt vor vier Jahren direkt nach dem Abitur im Rahmen eines sozialen Praktikums in Sambia, genauer in Kasama (250 000 Einwohner) und Kazembe (20 000 Einwohner). Träger des Praktikums war seinerzeit die Jürgen Wahn-Stiftung e.V.

Zunächst schilderten die Referentinnen die kargen Lebensverhältnisse der Menschen in einem der ärmsten Länder der Afrikas. „Durch Spekulanten, Korruption und schlechte Wirtschaftspolitik rutschte Sambia als Land mit ursprünglich reichen Kupfervorkommen in die Pleite. Von Inflation, hoher Arbeitslosigkeit und mangelnder Gesundheitsversorgung sowie einer riesigen Anzahl Aidskranker sind besonders junge alleinstehende Mütter mit ihren Kindern betroffen“, so Natalie Stiller. Unterstützt durch Dias und kleine selbstgedrehte Video-Clips wurde dem beeindruckten Publikum die soziale Not der Menschen verdeutlicht.

„Wir arbeiteten mit den Schwestern des ,Sisters of Mercy’-Ordens in deren Hilfsstationen und betreuten dort Mütter sowie deren Kinder (Neugeborene bis zum fünften Lebensjahr), versorgten sie mit Nahrung sowie Kleidern und organisierten ärztliche Behandlung. Wir beschlossen schon damals, unsere Unterstützung auch nach dem Praktikum von Deutschland aus fortzuführen“, so die beiden Initiatorinnen. Wieder daheim setzten sie ihre Pläne auch gleich in die Tat um, sammelten Geld und Sachspenden auch durch Vortragsabende und reisten in diesem Jahr erneut nach Sambia.

„Für uns ist das Projekt noch längst nicht vorbei. Jetzt lautet das Motto neben der Hilfe bei Einzelschicksalen, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Etwa durch Mikrokredite, damit sich die Frauen dort eine Existenz aufbauen können und die Kinder eine Schulbildung erhalten!“

Wer sich informieren möchte über das bemerkenswerte Projekt findet im Internet Informationen und Spendenkonten unter http://www.KindernHoffnungSchenken.de. Applaus und Anerkennung seitens des Publikums im Roncalli-Haus erhielten die beiden engagierten Damen zum Abschluss ihres Vortrages.

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