„Camping Kult(ur)“ im Museum

- Foto: Gebhardt

WERL - „Nachts im Museum“ hieß vor einigen Jahren ein erfolgreicher Film, der die Fantasie kleiner und großer Kinogänger beflügelte. Fast könnte man beim Besuch im „Forum der Völker“ meinen, auch hier wäre es ab sofort möglich, zu übernachten.

Ab sofort ist im Museum in der Melsterstraße die Ausstellung „Camping Kult(ur)“ des LWL-Museumsamtes für Westfalen zu besichtigen. Die Eingangshalle hat sich in einen regelrechten Camping-Platz verwandelt.

Alles, was das Herz des Freiluft-Urlaubers erfreut, ist in der Ausstellung zu finden. Der Werbespruch der LWL-Ausstellung ist Programm: „Sehnsucht nach Freiheit, Licht und Luft“. Wer in den Sommerferien nicht wegfährt, der kann sich im „Forum der Völker“ quasi einen Kurzurlaub gönnen und Camping-Atmosphäre schnuppern. „Wer mit Zelt, Wohnwagen oder Reisemobil wegfährt, will nicht einfach nur Urlaub machen: Camping bedeutet Unabhängigkeit, Naturverbundenheit und Selbstbestimmung“, heißt es in der Ankündigung zur Ausstellung. Und weiter: „Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Lebenswelt von Campingurlaubern. Ihr Alltagsleben wird anhand der verschiedenen Phasen einer Campingreise dargestellt: Vorbereitungen, Leben unterwegs und die Reiseerinnerungen. Die gezeigten Objekte stammen zum Großteil von Privatleihgaben aus Westfalen-Lippe.“

Ergänzt werden die Exponate durch Objekte aus westfälischen Museen. Im Völkerkundemuseum der Franziskaner kann man sich als Besucher aktuell also in eher heimischen Gefilden bewegen. Dort, wo ansonsten Länder wie Ägypten, Brasilien und China im Mittelpunkt stehen, bildet der „Camping-Platz“ im Foyer das „Tor zur Welt“.

Nicht immer aber müssen es internationale Urlaubsziele sein. Weniger ist eben manchmal mehr. Obwohl das echte Camping-Fans sicher anders sehen. Für sie nämlich haben Ferien im Zelt oder Wohnwagen einen ganz besonderen Reiz, ganz ohne Komfort und Extras zu vermissen.

Bis zum 6. Oktober läuft die Sonderausstellung im „Forum der Völker“. - geb

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