Diskussion um Tagung im Kraftwerk Relax: AfD weist Vorwürfe von sich

Werl - Die Alternative für Deutschland (AfD) widerspricht dem Vorwurf, man habe die Betreiber bei der Buchung des „Kraftwerk Relax“ für eine Landestagung „gelinkt“. Berengar Elsner v. Gronow, Mitglied des Kreisvorstands Soest und des Stadtrats Soest, spricht von „Schutzbehauptungen“, wie sie mittlerweile üblich seien. So werde versucht, die AfD „als Bösewichte darzustellen“.

Elsner v. Gronow verweist zum Beleg auf einen Schriftverkehr der AfD mit dem „Kraftwerk“, der auch dem Anzeiger vorliegt. Daraus geht hervor, dass es mehrfach Kontakt zwischen dem AfD-Sprecher des Kreisverbands Hochsauerland, André Monkol, und dem Kraftwerk-Eventmanager Oliver Thiele gab. 

Demnach gab es einen Schriftverkehr sowohl am 12. August 2015 für eine Veranstaltung, als auch am vergangenen Mittwoch zur Buchungsbestätigung zum „Populistischen Aschermittwoch“. Jeweils ist als Absender oder Adressat Andre Monkol von der Alternative für Deutschland genannt. 

Monkol selbst verweist darauf, dass er „in aller Deutlichkeit“ gesagt habe, „wer wir sind.“ Während Kraftwerk-Besitzer Werner Severin auf Anzeiger-Anfrage angibt, diese Schreiben nicht zu kennen, verweist Oliver Thiele auf die bisherigen Aussagen. „Wir haben alles gesagt zu diesem Thema.“ Mehr sei dazu öffentlich nicht mitzuteilen. Man werde nochmal Kontakt zu der AfD aufnehmen. 

Sowohl Thiele, als auch Severin verweisen aber auch auf mögliche rechtliche Schritte in dieser Angelegenheit. Das Kraftwerk Relax hatte der kurzfristig AfD abgesagt und unterstellt, man sei bei der Buchung „gelinkt“ worden (wie berichtet) Unterdessen teilt der Kreisverband der AfD, zu dem Werl gehört, mit, dass man „nach einigen Schwierigkeiten“ in Soest ein neues Tagungslokal gefunden habe. „Um den Wirt und Besucher unserer Infoabende zu schützen, können wir bis auf weiteres Orte und Termine nicht öffentlich machen.“ 

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