Trainer- und Nachwuchssuche beim SuS Scheidingen

SCHEIDINGEN - „Zwölf Spiele, zwölf Siege – eine Wahnsinnstruppe!“, so wurden die B-Juniorinnen bei der Jahreshauptversammlung des SuS Scheidingen gelobt.

Während es für manch andere Mannschaften, wie beispielsweise den Herrenmannschaften der Tischtennisabteilung, zwischenzeitlich hieß „Nur nicht absteigen!“ oder es in der Volleyballabteilung so viele Verletzte gab, dass kein Spiel ausgetragen werden konnte, zeigten die Juniorinnen ihr außergewöhnliches Potential. Sie genießen den ersten Platz in der Bezirksligatabelle Staffel 2.

Die anderen Fußballabteilungen konnten mit diesem sportlichen Erfolg nicht mithalten und stehen vor allem vor Nachwuchs- und Personalmangel. In der neuen Saison soll es eine F- und D-Jugend geben, für die jedoch dringend noch ein Trainer gesucht wird. Lediglich der Zusammenschluss mit Sönnern zur Spielgemeinschaft Scheidingen/Sönnern hat einige Mannschaften vor dem Aus gerettet. Es gäbe immer weniger Junioren und Juniorinnen, sowie Trainer, um den Verein aufrecht zu erhalten. Bei den Altherren seien viele verletzt und einige spielten erst seit wenigen Jahren Fußball, weshalb keine größeren Erfolge vermeldet werden konnten.

Die angespannte Lage zeige sich auch im Finanziellen: Zwar erwirtschaftete der Verein einen Überschuss von knapp 3 700 Euro, jedoch sind diese für erst im Januar eingegangene Rechnungen und weitere Reparaturen eingeplant. Der Mitgliederschwund von zu Höchstzeiten 585 Mitglieder auf nun ungefähr 400 Mitglieder ist immens hoch und belastend. Erschwerend kommt hinzu, dass die Sportförderung der Gemeinde Welver erstmalig eine negative Bilanz zeigte, die Förderung also geringer ausfiel, als die Kosten waren. Diese Förderung fällt nun vollkommen weg, die Kosten werden allerdings bleiben und so ist der Verein auf Spenden und neue Mitglieder angewiesen, um mit sportlichen Erfolgen Schlagzeilen zu machen, ohne finanzielle Sorgen im Hinterkopf zu haben.

Anschließend konnten sich zahlreiche Mitglieder über eine Ehrennadel freuen. Dazu gehörte insbesondere Heinrich Wigger, der mit 65-jähriger Mitgliedschaft die Jubilare anführte; dicht gefolgt aber von Günter Naarmann, der nur fünf Jahre später in den Verein eingetreten ist.

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen des Vorstands gab es zunächst keine Überraschungen: Der 2. Vorsitzende Thomas Vickermann wurde einstimmig wiedergewählt und auch die anderen Positionen waren zumeist von „Wiederwahl“-Rufen aus dem Mitglieder-Publikum begleitet. Außerturnusmäßig gab es jedoch Personalwechsel: so wurde Sven Friedrich nun als 3. Beisitzer und Franz-Josef Berz als 4. Beisitzer gewählt. Nicht besetzt werden konnte das Amt des Jugendgeschäftsführers.

Besonderer Dank galt Markus Becker, der die Kinderkarnevalssitzung organisierte, deren Fortbestehen wegen der geringen Resonanz beim letzten Mal noch unklar ist. Auch Hubert Budde und allen Helfern beim Sportlerheimumbau wurde gedankt und abschließend auf das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis aufmerksam gemacht. Jenes muss nach einem neuen Gesetz von Trainern oder Leitern ab 14 Jahren vorgelegt werden, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Der Verein will dies sobald wie möglich tun, da dies ein „Aushängeschild für den Verein“ sein könnte und der Prävention von Gewalt nachgekommen werden soll. - me

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