Brand unter Brücke hat doppeltes Nachspiel

Schröter
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Mächtig viel Qualm entwickelte sich am 6. August beim Brand im Waldstück zwischen Kirchwelver und Dorfwelver.

WELVER ▪ Der Brand in einem Strohlager im Wald zwischen Kirchwelver und Dorfwelver hat ein doppeltes Nachspiel. So hat einerseits das Bundesvermögensamt als Eigentümer der Autobahn-Brücke, die ein Welveraner Landwirt als Strohlager gepachtet hat, Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

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Der Landwirt selbst hat derzeit alle Hände voll zu tun mit der Ernte, will aber selbst auch noch Anzeige erstatten: „Wir gehen fest davon aus, dass es sich um bewusste Brandstiftung handelt. Ein Versehen etwa mit einer achtlos weggeworfenen Zigarette ist ausgeschlossen, der Brandort ist ja zehn, zwölf Meter vom Waldweg entfernt.“ Aus diesem Grund hat er auch das übrige, noch nutzbare Stroh noch am selben Tag abtransportiert. „Die Gefahr einer Wiederholung war mir zu groß.“ Die in Mitleidenschaft gezogene Silage, die somit nicht mehr als Tierfutter genutzt werden konnte, wurde derweil auf dem Feld „eingeackert“.

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Polizei-Pressesprecher Winfried Schnieders geht jedoch nicht davon aus, dass die Umstände ohne weitere Hinweise noch genauer geklärt werden können: „Da werden die Ermittlungen wahrscheinlich schnell eingestellt.“ Brandbeschleuniger sei nicht festgestellt worden, eventuelle weitere Spuren seien dem Feuer und den Löscharbeiten zum Opfer gefallen.

Ungeachtet dessen hat die zuständige Versicherung einen Brandgutachter engagiert, der in dieser Woche die Brandstelle unter die Lupe nehmen soll. ▪ tob

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