Aufwändige Restaurierung der Orgel in Dinker

Dinker - Eigentlich ist die umfangreiche Renovierung der Othmar-Kirche in Dinker seit Weihnachten fertig gestellt.

Ein ganz wichtiger Teil der Kirche fehlte aber noch: die Orgel. Durch die Arbeiten im und über dem Altarraum musste sie ausgebaut werden, sämtliche Orgelpfeifen wurden im alten Pastorat eingelagert. Danach wurden das Orgelgehäuse und der gesamte Altar mit Plane und einem Ständerwerk „eingehaust“, wie Orgelbauer Mathias Johanmeier es nennt.

Nach Abschluss der ursprünglich auf 260 000 Euro veranschlagten Maßnahme, die dann aber durch vorher nicht sichtbare Risse im Gewölbe um einiges teurer wurde, haben Mathias Johannmeier und sein Helfer Joachim Franke mit dem Einbau der rund 1400 Orgelpfeifen begonnen. „Die Pfeifen im Sichtbereich sind aus dem Jahr 1780, sie sind dickwandig und schwer und durften natürlich nicht beschädigt werden“, beschreibt der der 42-jährige Orgelbauer die ersten Schwierigkeiten beim Ausbau.

 Mit einem Hubsteiger wurden die gereinigten Orgelpfeifen nun wieder an ihrem ursprünglichen Platz eingebaut. Registerweise wurden die sichtbaren und die verdeckten Teile der Orgel nun aus dem Pastorat geholt und anschließend Registerweise direkt gestimmt. Hier achtet der Orgelbauer aus dem Kreis Minden-Lübbecke besonders auf die Klangfarbe, die Lautstärke und die Ansprache der Orgelpfeife, die optimal klingen muss. „Es handelt sich hier um eine historische Stimmung die „Werckmeister 3“ genannt wird und auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Das bedeutet, dass Tonarten mit wenigen Vorzeichen sauber und strahlend klingen und für barocke Musik optimal sind“ erklärt Johannmeier, der seinen Beruf vor 26 Jahren erlernt hat und in seinem Heimatort Stemmwede auch als Organist zur Verfügung steht.

Die „vollendete Einweihung“ wird dann mit einem Konzert am 31. Januar in der St.-Othmar-Kirche in Dinker gefeiert, Georg Twittenhoff und André Obermeier-Hartmann werden dann die Orgel wieder zum Klingen bringen. Daneben wirken an diesem Konzert noch verschiedene Musikgruppen – nicht nur – aus der evangelischen Kirchengemeinde Dinker mit. Die Flötengruppe unter der Leitung von Marlies Hündlings wird zu hören sein, der Posaunenchor wird geleitet von Bernd Kipry, der Männergesangverein „Friedrich-Wilhelm Dinker“ unter der Leitung von Dieter Schulze und der moderne Chor „Bella Canate“, der von Georg Twittenhoff geleitet wird, haben ihr Kommen zugesagt. Ein besonderer Ohrenschmaus dürfte das Gesangsquartett mit Kerstin Jacob, Laura Schultz, Dirk Bellinghoff und Philipp Woldach werden. Um 17 Uhr beginnt das Konzert, der Eintritt ist frei, Spenden werden am Ausgang gern angenommen.

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