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Windhose entwurzelte Bäume in Mülheim

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MÜLHEIM ▪ Verkehrsteilnehmer, die am Donnerstag die Mülheimer Pater-Nikodemus-Straße in Richtung Altenmellrich befahren wollten, mussten ihre Fahrzeuge auf halber Strecke umdrehen. Bereits am Montag hatte eine Windhose im Tal des Mülheimer Ritterbergs gewütet und für eine Menge Kleinholz gesorgt.

„Das hat keine zehn Minuten gedauert, da war alles wieder vorbei und die Bäume lagen auf dem Boden“, schildert Josef Brüggemann, Besitzer des „Gut Mülheim“, dessen Dach am Donnerstagvormittag von einer großen entwurzelten Eiche befreit werden musste.

Nachdem die Straße bereits am Montag durch die Feuerwehr wieder befahrbar gemacht wurde, wurde sie gestern, auf Initiative von Josef Brüggemann, wieder gesperrt: „Ich habe beim Ordnungsamt angerufen, um die Genehmigung zu erhalten, die Straße für die Schneidearbeiten zu sperren“, erzählt Josef Brüggemann, „da wurde mir jedoch gesagt, dass ich dafür einen schriftlichen Antrag einreichen müsse. Während der Antrags-Bearbeitungszeit hätte die Eiche also auf dem Dach meines Gebäude liegen bleiben sollen.“ Ein Gespräch mit der Warsteiner Polizei sorgte dann jedoch flott für geregelte Umstände: „Die haben sich dann schnell gekümmert, dass ich die Gefahrenstelle für die Arbeiten sperren darf“, schildert Brüggemann.

Bei der Begutachtung der Schäden traute Brüggemann seinen Augen nicht: „Sowas habe ich noch nie in meinen Leben gesehen. Die Eichen sind an der Straße entwurzelt worden, im Ritterbergs-Tal sind die dicken Stämme wie Streichhölzer abgeknickt“, so Brüggemann.

Für die Entwurzelung der Straßenbäume macht er Straßenarbeiten im Vorjahr verantwortlich, bei denen die Straße aufgerissen wurde und die Baumwurzeln beschädigt wurden: „Man sieht ja an den ausgerissenen Wurzeltellern, dass da nichts weiter mehr ist.“

Wie hoch die Kosten für den Hofbesitzer ausfallen werden, ist unklar: „Da die Bäume mir gehören, muss ich mich natürlich auch um die Räumung kümmern. Das Dachgeschoss meines Gebäudes ist zum Glück heile geblieben, da sind nur einige Dachpfannen und ein paar Querbalken beschädigt. Billig wird das ganze dennoch nicht“, weiß Brüggemann bereits jetzt. „Das gibt Brennholz für mehr als ein Jahr.“

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