LWL sichert Reha-Standort Warstein mit 11,2 Millionen Euro Sucht-Rehabilitation / Denkmalschutz /

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    • 09.02.12
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LWL sichert Reha-Standort Warstein mit 11,2 Millionen Euro

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WARSTEIN ▪ Es war keine Investition mit dem Rücken zur Wand, dafür aber ein Kraftakt, der Warstein als Standort des LWL-Rehabilitationszentrum Südwestfalen für die Zukunft sichert.

Ein neues viergeschossiges Bettenhaus wird hinter den Gebäuden 55 und 56 errichtet.

Von Reinhold Großelohmann

Am Mittwoch gab der Gesundheitsausschuss des Landschaftsverbandes grünes Licht für den 11,2 Millionen Euro teuren Neubau eines Bettenhauses und den Umbau der beiden denkmalgeschützten Häuser 55 und 56 zu einem modernen Rehabilitationszentrum.

Bereits in den kommenden Tagen werden einige wenige Bäume gefällt, im Oktober beginnen dann die Bauarbeiten und Ende 2014 wird Einweihung gefeiert.

„Uns ist ein mittelschwerer Findling von der Brust gefallen“, sagte gestern Mittag Dr. Thomas Heinz, Chefarzt der Suchtrehabilitation, als er gemeinsam mit dem Kaumännischen Direktor Helmut S. Ullrich und dem Ärztlichen Direktor Dr. Josef Leßmann aus der Betriebsleitung die Pläne vorstellte. “Für den Standort mit über 50 Mitarbeitern ist dies auch eine Lebensversicherung.“

Besonders stolz ist das Trio darauf, dass für die Investition keine öffentlichen Gelder fließen. 1,9 Millionen Euro steuert die Klinik aus Eigenmitteln bei, der Rest wird über Darlehen finanziert und als Anteil der Unterbringungkosten abgezahlt.

Nicht erhöht wird durch den Neubau die Zahl der Plätze. Auch zukünftig werden 110 Klienten stationär und 10 in der angeschlossenen Tagesklinik versorgt. Bislang sind sie in fünf verschiedenen Häusern auf dem Stillenberg untergebracht. Bis auf das Gebäude 57 genügen die Räumlichkeiten nicht mehr den heutigen Standards. Darauf hatten die Rentenversicherer als Kostenträger immer wieder aufmerksam gemacht. Allerdings sei die therapeutische Arbeit nach wie vor von hoher Qualität gewesen, darauf wies Dr. Josef Leßmann hin. Dr. Thomas Heinz belegte dies mit dem Hinweis, dass es in den vergangenen Jahren immer eine Vollauslastung gegeben hat.

Den Klienten sollen zukünftig moderne Zimmer in einem barrierefreien Gebäude geboten werden. Dazu wird ein U-förmiges, viergeschossiges Bettenhaus errichtet, das über zwei zweigeschossige Verbindungsgänge mit den Altbauten, den Häuser 55 und 56, verbunden ist. Letztere werden denkmalgerecht saniert und die Verwaltungs-, Therapie- und Funktionsräume aufnehmen. Insgesamt beträgt die Neubaufläche 3000 Quadratmeter.

Im Neubau können zukünftig 84 Klienten untergebracht werden, 26 verbleiben im Gebäude 57, das ebenfalls moderne Standards bietet. Auf vier Stationen werden die Klienten zukünftig betreut.

Lösungen mit Nutzung aller fünf Alt-Gebäude mussten im Rahmen der fünfjährigen Planung immer wieder verworfen werden. Dies sei „personalwirtschaftlich“ nicht zu vertreten, sagte Helmut S. Ullrich. Die Stationen hätten nur 10 bis 12 Personen aufnehmen können und seien damit zu klein. Dass nun zumindest zwei der etwas mehr als 100 Jahre alten Gebäude mit einbezogen würden, erfreut die Verantwortlichen. Auch wenn die LWL-Kollegen des Denkmalschutzes „nicht zimperlich sind und bei uns noch viel strengere Maßstäbe anlegen“, wie Helmut S. Ullrich berichtete. Für den Charakter des gesamten LWL-Geländes sind die denkmalgeschützten Gebäude allerdings bedeutsam.

Wie wichtig es ist, in die Betreuungsqualität zu investieren, schilderte Dr. Thomas Heinz vor dem Hintergrund des sich verändernden Klientels. „Unsere Patienten werden immer kränker.“ Immer größer sei die Zahl der Personen mit psychischen Mehrfach-Erkrankungen, die nach der medizinischen Behandlung kognitiv, psychisch und körperlich stark beeinträchtig seien. Dies führe zu langen Aufenthaltszeiten von 13 bis 16 Wochen. Jährlich werden rund 500 Aufnahmen gezählt, der Tagessatz liegt derzeit bei 105 Euro für die stationäre Unterbringung.

Am Standort Warstein profitiere die Sucht-Rehabilitation von der engen Verzahnung mit der Suchtmedizinischen Abteilung sowie anderen psychiatrischen Angeboten, so Dr. Heinz. Dies sei auch aus Sicht der Rentenversicherungsträger ein Vorteil. Deshalb sei die getroffene Entscheidung für sein Institut „zukunftsweisend“.

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