Steigende Nachfrage nach Halbleitern

Infineon investiert Millionenbetrag in Belecke

Die steigende Nachfrage macht die Erweiterung unumgänglich.

Belecke - Die steigende Nachfrage am Weltmarkt bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen macht sich auch am Infineon-Standort in Belecke bemerkbar. Wie das Unternehmen mitteilt, wird die Produktionskapazität von Halbleitermodulen für diesen Marktbereich auf Grund der hohen Nachfrage verdreifacht. Infineon investiert hierfür bis 2017 einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Die so genannte Hybrid-Linie umfasst knapp einhundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eines der rund 40 verschiedenen Produkte, die in dieser Linie hergestellt werden, ist zum Beispiel das sogenannte HybridPACKTM. Thilo Stolze, Leiter des Produktionssegments, zu der diese Linie gehört, erläutert: „Dieses Modul leitet die elektrische Energie im Fahrzeug von der Lithium-Ionen-Batterie an den Motor und regelt hocheffizient dessen Drehzahl. Nebenbei ermöglicht es auch die Rückspeisung von Bremsenergie in die Batterie.“

Die hohe Nachfrage für die Produkte aus Belecke hat sich bereits anschaulich bemerkbar gemacht: „Wir haben vor kurzem das einmillionste HybridPACKTM Halbleiter-Modul produziert“, freut sich Stolze. Dieser Erfolg war zum Start der Serienproduktion im Jahr 2009 noch nicht absehbar.

„Hintergrund für die Erweiterung unserer Kapazität ist die stark steigende Nachfrage im Bereich Automotive“, so Thilo Stolze weiter. „Automobilhersteller und die Zulieferindustrie fragen vermehrt nach unseren Produkten, so dass eine Kapazitätserhöhung notwendig wird.“ Am Ende der Kapazitätserweiterung produziert die Mannschaft fast das Dreifache im Vergleich zu heute.

Anfang 2016 kommen die ersten neuen Produktionsanlagen. Die Installation ist eine Herausforderung, denn eine so genannte vollautomatische Chiplötlinie misst eine Länge von 20 Metern und besteht aus mehreren einzelnen, zum Teil tonnenschweren Anlagen. In diesem Modul-Fertigungsschritt werden die Chips in die Module eingebracht. Die komplette Kapazitätserweiterung soll nach derzeitigen Planungen im Sommer 2017 abgeschlossen werden. Unternehmenssprecher Jörg Malzon-Jessen sagt dazu: „Wir produzieren hier am Standort die effizientesten Halbleiter-Lösungen unter anderem für Automobile mit Hybrid- und Elektroantrieben. Damit leisten wir unseren aktiven Beitrag für die Klimaziele von Berlin und Brüssel zur Reduzierung des immer noch hohen CO2-Ausstoßes.

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