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Bewohner an Einweihung mit Großformat beteiligt

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WARSTEIN ▪ Die Gestaltung eines großformatigen Bildes mit bunten Fußabdrücken war „Schwerstarbeit“ für die Beteiligten, wie sich der künstlerische Leiter des Projektes Schargé gestern erinnerte. Denn die „Künstler“ sind allesamt körperlich und geistig behinderte Menschen, die im LWL-Pflegezentrum in Warstein leben. Dessen Erweiterungsbau wurde nach etwa eineinhalbjähriger Bauzeit feierlich seiner Bestimmung übergeben.

Und das Bild mit dem Titel „Wir gehen noch!“ spielte eine zentrale Rolle, wenn es auch erst nach dem offiziellen Akt in den Blickpunkt rückte. Denn die Maler, gleichgesetzt mit Bewohnern, standen zwar im Mittelpunkt aller Reden, konnten aber eben wegen ihrer Behinderungen nicht daran teilnehmen. Sie sind und waren durch das Kunstwerk präsent.

Für die Einweihung des gut 2,725 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus, von dem der LWL 2,5 Millionen getragen hat und der Restbetrag aus Mitteln des Konjunkturpaketes II stammten, hatten die Verantwortlichen einen festlichen Rahmen gewählt, der von den „Herren Vocalisten“, einem Ensemble aus Paderborn, eröffnet wurde. Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe richtete Michael Pavlicic, 1. stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung, das Wort an die Teilnehmer, hauptsächlich LWL-Mitarbeiter, Personal des Pflegezentrums, Vertretern in Warstein tätiger Verbände, wie auch Beleckes Ortsvorsteherin Elke Bertling und ihren Suttroper Kollegen Erwin Koch. Wie anschließend auch die stellvertretende Landrätin Irmgard Soldat, zeigte er die Hintergründe für die Maßnahme auf. Es sind die immer höhere Lebenserwartung auch behinderter Menschen, die der Pflege bedürfen, und die geänderten Voraussetzungen, unter denen sie den Alltag verbringen sollen. „Es wird immer wieder deutlich, im Mittelpunkt stehen die Menschen“, sagte Vizelandrätin Irmgard Soldat. Für die betroffenen Menschen richtete Rüthens Bürgermeister Peter Weiken das Wort an die Versammlung, in seiner Eigenschaft als Vertrauensperson der Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Menschen im Pflegezentrum rückte Bürgermeister Manfred Gödde in den Mittelpunkt seiner Grußworte. „Sich wohlfühlen, ein gemütliches Umfeld, nette Menschen, liebevolle Pflege sind wichtiger denn je. Was nützt der modernste Bau, wenn Herz und die Seele fehlen? Daher gilt allen Pflegekräften meine Anerkennung und Hochachtung für ihre Arbeit“. Er forderte den LWL auf, die gute Arbeit fortzusetzen und „weiter zu investieren“.

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