Altkleiderspenden stark rückläufig

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Bianca Hoppe und Steffen Hohlfeld ziehen eine ernüchternde Bilanz.

WARSTEIN -  Leider nicht so erfolgreich wie in den vergangenen Jahren war dieses Mal das Ergebnis der Kleidersammlung für Bethel, die vor einigen Tagen in der Evangelischen Kirche in Warstein zu Ende gegangen ist.

„In Warstein hatten wir ungefähr ein Drittel an Kleidersäcken von dem, was wir sonst gewohnt waren“, zogen die beiden Presbyter Bianca Hoppe und Steffen Hohlfeld im Philipp-Melanchton-Haus ihre Bilanz. Auch Carl Heinz Hilker, ebenfalls Presbyter, konnte für den Standort Belecke „nur die Hälfte der Menge, die in den vergangenen Jahren gespendet wurde“ vermelden. Zu dem gleichen Ergebnis gelangte Manfred Görke, der die Sammlungen in der Apostelkirche Rüthen am Schlangenpfad und in der Kallenhardter Erlöserkirche organisiert hat.

Für den sichtbaren Rückgang bei der diesjährigen Altkleidersammlung kommen für Steffen Hohlfeld mehrere Gründe in Frage: „Die Kleidersammlung liegt zu spät in der Jahreszeit, sonst war sie immer Mitte Januar. Und dann haben die Leute ja noch auch viele andere Gelegenheiten, ihre Altkleider abzugeben.“ Einen Einfluss auf den Sammeltermin gaben die Warsteiner Presbyter zu verstehen, hätten sie allerdings nicht.

Die Kleidersammlung für die diakonische Bodelschwingsche Stiftung Bethel lief früher unter dem Stichwort „Brockensammlung“. Bis heute werden in etwa 4500 Kirchengemeinden im gesamten Bundesgebiet regelmäßige Sammlungen für gut erhaltene Kleidung und Schuhe durchgeführt.

Die in den Kirchengemeinden abgeholte Kleidung wird überwiegend an Fachsortierbetriebe verkauft und dort sortiert. Der Verkauf der Textilien erfolgt nach den Kriterien des Dachverbandes „FairWertung“ und wird über Secondhand-Läden vertrieben, oder an Bedürftige - auch in osteuropäischen Ländern - weitergegeben. - ri

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