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Das Strafgericht war wieder gnadenlos: Soester Wippe in Aktion

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SOEST ▪ Drei üble Malefikanten wurden am Dienstagabend von den Bürger-Schützen zum Auftakt ihres Schützenfestes in den Großen Teich gewippt. Viel Volk hatte sich versammelt, um zu sehen, wie die Missetäter für ihre Vergehen in die trübe Brühe gekippt wurden.

Der Bestechungsversuch am Osthofentor fruchtete nicht: Scharfrichter Burkhard Schnettler ließ die drei Malefikanten Harry Luhmann, Alfons Belda und Heinrich Buttermann gestern Abend abblitzen. Sie mussten unerbittlich den Gang zur Wippe antreten. Unterwegs scherzten sie und genehmigten sich lachend die „Desinfektion“, die Vize-Bürgermeisterin Christiane Mackensen einschenkte – wegen der Brühe im Teich.

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Vielleicht waren sie so gut gelaunt, weil sie lautstarke Verstärkung unters Volk gemischt hatten. Mit Kochmützen und Puscheln ausstaffiert, jubelte eine Heerschar Gastronomen Luhmann zu. Und Jagdhörner bliesen das Halali nach dem Sprung ins kalte Wasser. In Blau gekleidet, machten die Belda-Mitarbeiter dem Belecker Autohändler Mut. Und die Belecker Kanone böllerte dreimal, um die Soester an die Niederlage beim Sturmtag während der Fehde zu erinnern.

Nur Heinrich Buttermann, hiesiger WDR-Reporter, hatte ein versprengtes Häuflein Sympatisanthen dabei, die aber ebenso lautstark waren. Das Volk spendete viel Beifall für die Haltung der Drei. Zuvor hatte aber die Bürgermeisterin daran erinnert, dass erstmals eine Frau bei der Männerdomäne Wippen die Grüße der Stadt überbrachte. Ob noch mehr Gleichberechtigung folgt? - kf

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