In Soest wird der Marquadtsche Hof umgebaut

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    • 28.09.12
    • Soest
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Umbau des Marquadtschen Hofs

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SOEST - „Wir wollen Historisches erhalten und Neues schaffen“, sagt Michael Coester. Er ist der Bauherr des Komplexes Jakobistraße 63 und 63a. In den kommenden Monaten entstehen im historischen Marquadtschen Hof, der urkundlich erstmals 1539 erwähnt ist und zu den ältesten Profanbauten Soests zählt, und der dahinter liegenden alten Scheune, eine Tagespflege, seniorengerechte Wohnungen sowie Wohnungen für Studenten.

Viel Arbeit wartet noch auf sie: Architekt Matthias Hellmann, Projektentwickler Bert Schulze-Ardey, Investor und Bauherr Michael Coester sowie Monika Coester treiben das Projekt in einem der ältestes Fachwerkhäuser Soests in der Jakobistraße voran. - Foto: Niggemeier

„Auch das zählt zu unserem Konzept: Wir wollen das Zusammenleben von Jung und Alt fördern“, so Coester. 14 Plätze entstehen in der Tagespflege, die in der zurückliegenden Scheune eingerichtet wird. Während sich die Tagespflege im Erdgeschoss befindet, entstehen darüber größere Miet-Wohnungen für Senioren. Zusätzlich werden durch einen Anbau 255 Quadratmeter mehr Platz für die Tagespflege geschaffen. Die Senioren werden von 8 bis 16 Uhr hier betreut und abends zurück nach Hause gebracht.

Das insgesamt über 2000 Quadratmeter große Areal erstreckt sich von der Jakobistraße bis zur Kesselstraße. „Hier haben wir den Garagenhof aus den 1970er Jahren abgerissen, der eine echte Bausünde neben den historischen Fachwerkhäusern war“, sagt Projektentwickler Bert Schulze-Ardey. Auf dem jetzt freien Gelände an der Kesselstraße soll ein Neubau entstehen, in dem wiederum sechs Seniorenwohnungen entstehen sollen.

Im alten Marquadtschen Hof, der unter der Aufsicht der Denkmalbehörden saniert wird, werden im Erdegeschoss seniorengerechte Wohnungen eingerichtet. Im Obergeschoss des historischen Fachwerkhauses bietet Investor Coester künftig zwei Appartments für Studenten sowie eine Wohngemeinschaft für drei Studenten an.

„Uns war es wichtig, dass wir zentrumsnah sind“, sagt Michael Coester, der seit vielen Jahren einen ambulanten Pflegedienst betreibt. So könne man mit den Gästen der Tagespflege mal durch die nahegelegenen Gräfte oder zum Marktplatz bummeln.

Das Investitionsvolumen für die Anlage beträgt 1,95 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für August 2013 geplant. - agu

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Mit offenen Augen !01.10.2012, 12:23Antwort
(7)(0)

Aufgrund des Artikels bin ich sofort durch die Kesselstraße spaziert. Es kann doch nur für alle Anlieger gut sein, dass eine alte, baufällige Baracke und 4 Beton-Fertiggaragen entsorgt werden. Die jetzt vorhandene Lücke ist doch nun wirklich eine Baulücke die nach einer neuen Bebauung "schreit". Aber hier sollte natürlich das richitge Maß gefunden werden. Der Neubau sollte sich einfügen und daher nicht höher sein als der Bestand rechts und links und bitte über ein klassisches Satteldach verfügen. Gleichzeitig habe ich auch ein Blick auf die denkmalgeschützte Scheune geworfen. Ich bewundere den Mut des Bauherrn die "Bürde" auf sich zu nehmen, ein solches Gebäude zu erhalten und zu sanieren.

Anlieger von der Kesselstraße28.09.2012, 14:22
(2)(0)

Hört sich gut an. Nun ja, wenn man da wohnt wohl nicht. Erst einmal wird kräftig abgerissen, ohne dass die Anwohner informiert werden und als erstes wird den Nachbarn ein Dixiklo vors Fenster gesetzt - die ganz feine Art, wie man Freund gewinnt. Abgerissen eben auch eine Scheune, die wohl historisch war, aber das vergisst der umsatzbeflissene Architekt zu erwähnen, er erwähnt nur einen Scheunenanbau, drei kleine Garagen und ein weiter nicht genutztes Areal, auf dem Autos abgestellt wurden. Das bauscht er dann wortreich zu einem Garagenhof auf und bezeichnet es als Bausünde. Nun ja... das wäre interpretierbar. Es wäre allerdings zu hoffen, dass neue Objekt nicht auch wieder eine Bausünde wird. Ob es aber sinnvoll ist, eine Straße, die sowieso schon hoffnungslos überlastet ist vom gegenwärtigen Anliegerverkehr, noch stärker zu belasten, das fragt ebenfalls niemand. Hauptsache, wir betonieren die Innenstadt weiter zu - das machen wir hier gerne in Soest.

Gast aus Soest28.09.2012, 08:46
(15)(0)

Das hört sich doch gut an: Eine moderne Nutzung unter Berücksichtigung der historischen Gegebenheiten.

Da könnten sich die Planer des Kress'schen Ungetüms aber gaaanz viel abschauen!

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