Ray Wilson spielte im Alten Schlachthof

SOEST - Ray Wilson und das Genesis Classic Quartett überzeugten das Soester Publikum am Donnerstagabend. Im fast ausverkauften „Alten Schlachthof“ führte der sympatische Schotte mit Songs und Hits von Genesis, Phil Collins und Peter Gabriel das Publikum durch einen aufregenden Abend.

Anlässlich seines 20-jährigen Bühnenjubiläums tourt der 44-Jährige momentan durch ganz Deutschland und machte dabei auch in Soest Halt. „Es ist mein erstes Mal in Soest und hoffentlich nicht mein letztes Mal“, lässt er in lässigem Englisch das gespannte Publikum wissen. Auch das gute Wetter habe er aus seiner Heimat mitgebracht, witzelte er. Dann aber legte er ganz in der Manier eines ehemaligen Genesis-Mitglieds los – 1997 ersetzte er auf dem bis dato letzten Studioalbum der Band Phil Collins. In Soest wurde er unterstützt von seinem Bruder Steve sowie dem Berliner Symphony Ensemble.

Ausdrucksstarke Balladen, die von den optisch aber vor allem musikalisch überzeugenden Violinistinnen Alicja Chrzaszcz und Basia Szelagiewicz begleitet wurden, wechselten sich mit rockigen Genesissongs ab.

Sein Bruder Steve Wilson zeigte dabei auch, dass Ray nicht der einzige musikalisch begabte in der Familie ist und sang die Ballade „One“ von der Band U2 so gefühlvoll, dass sich einige Zuschauer in den Armen lagen.

Spätestens nach dem Klassiker „Follow you, Follow me“ war dann aber Aufstehen und Mitklatschen angesagt.

Mit seinem britischen Humor sorgte Ray zwischen den Liedern immer wieder für munteres Lachen beim Publikum und führte so unterhaltsam von Song zu Song durch den Abend.

Die aus den 70ern, 80ern und 90ern bekannten Songs definierte Ray dabei auf seine ganz eigene Weise. Das gefiel vor allem dem extra aus Bielefeld angereisten Frank Meden: „Seine Stimme ist der Wahnsinn! Und jede Show von ihm ist anders“. Meden muss es wissen, schließlich war es das vierte Konzert von Ray Wilson, dass er dieses Jahr besucht. Plötzlich kam aus dem Backstage Bereich Steve Wilson und überreichte dem überraschten Bielefelder ein mit Autogrammen bestücktes Plakat. Jetzt stahlte Frank Meden noch mehr als vorher. „Er ist überhaupt nicht abgehoben, ich konnte mich auch schon einige Male mit ihm Unterhalten“, fügte er hinzu.

Die zweistündige Vorstellung endete mit dem wohl bekanntesten Phil Collins Klassiker „In the air tonight“ und ließ die Zuschauer sich nochmals von ihren Sitzen erheben. Mit viel Applaus verabschiedeten sich Ray Wilson und sein Team von ihren Soester Zuschauern.

„Das war ein rundum gelungener Abend, vor allem die Mischung und Vielfalt der Songs haben mit gefallen“, sagt Udo Diedrich, der auch schon zum zweiten mal ein Ray Wilson Konzert besucht hat. Viel Zeit für Autogramme hatte Wilson nach dem Konzert allerdings nicht, für ihn ging es bereits weiter nach Bochum. - js

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