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Kasernen-Umbau soll billiger werden

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SOEST ▪ Rund acht Millionen Euro muss die Stadt Soest bei ihren Plänen für die Adamkaserne einsparen, um den lang ersehnten dritten Stern und damit die 80-prozentige Landesförderung zu bekommen. Darum soll die Erschließung des Geländes und der Ausbau der Blocks knapper ausfallen, als zunächst vorgesehen.

Mit einer Förderung von 13,844 Millionen Euro kann die Stadt rechnen, wenn sie die Gesamtkosten, die zunächst mit 25,3 Millionen Euro kalkuliert werden, auf 17,305 Euro drückt.

Darum entfällt nach den neuen Plänen ein vorgesehener Kreisverkehr. Außerdem wird die abwassertechnische Erschließung

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anderweitig verrechnet, und es soll weniger Verbindungen zwischen den bestehenden Gebäuden und den Neubauten geben als zuerst vorgesehen. Der Block 4 wird nur grundsaniert, so dass er einigermaßen nutzbar ist.

Neben dem Landeszuschuss muss die Stadt aber bis zum Jahr 2016 einen Eigenanteil von rund 3,4 Euro leisten und außerdem bis zum Jahr 2015 3,1 Millionen Euro aufbringen, um den Magazinbereich im Block 2 zu fördern.

Darüber hinaus verpflichtet sich die Stadt, jedes Jahr im Etat bis zu 267 000 Euro bereitzustellen, um die Differenz zwischen den Mieteinnahmen aus den Blöcken und den Kosten auszugleichen.

Das Haus der Künstler in Block 4 und das Haus der Bildung und Erinnerung in Block 3 sind wichtige Bestandteile des gesamten Projekts. Die Stadt will darum mit den Vereinen, die dort arbeiten, besondere Vereinbarungen treffen.

Das Zahlenwerk zum Kasernen-Projekt legt die Verwaltung den Politikern zur Beschlussfassung im Hauptausschuss am Dienstag, 18. September, vor. Sollten die Fraktionen diesem Vorschlag aus dem Rathaus allerdings nicht zustimmen, kann kein Förderantrag gestellt werden.

Die beiden schon erreichten Sterne wären damit hinfällig.

In diesem Fall sei damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren im Soester Westen überhaupt keine Entwicklung geschehe und „die Kaserne dem Verfall anheim gestellt werden“, heißt es düster in der Vorlage. ▪ bs

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