Hochbetrieb im Wahllokal der Alde-Schüler

Europawahl 2014: Schüler des Aldegrever-Gymnasiums simulieren den Urnengang, der offiziell am 25. Mai im Kalender steht.

Soest -  Jana Dadder, Ilakiiyah Ratnasingam und alle anderen im Team hatten über Mittag Mittag gut zu tun. Die beiden 16-Jährigen hießen die Wählen willkommen, händigten ihnen die Unterlagen aus, schon standen die nächsten Schüler vor dem Tisch. Viele füllten den Stimmzettel aus, im Wahllokal herrschte ein Kommen und Gehen.

Wer soll ins Europa-Parlament einziehen? Welche Aufgaben hat dieses Organ überhaupt, und welche Entscheidungen trifft es? Wie wirken sich die Beratungen der Fraktionen und die Beschlüsse auf den Alltag aus? Welche Rolle kommt der Gemeinschaft der Länder in der Welt zu? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Oberstufenschüler des Alde zurzeit intensiv beschäftigen.

Sie besuchen eine Europaschule – Grund genug, in diesen Tagen genauer nach Straßburg und Brüssel zu schauen. „Das ist für uns eine besondere Verpflichtung“, sagt auch Alde-Schulleiter Martin Fischer.

Schüler der EPH (Einführungsphase) bereiteten diesen simulierten Urnengang vor dem offiziellen Termin am kommenden Sonntag mit allem Drum und Dran vor, informierten, legten Broschüren aus, stellten die Kabinen auf. Sie besuchten die Kurse, um Hintergründe, darzustellen. „Wir haben Referate zu unterschiedlichen Themen gehalten“, erläutert Jakob Hesper. Lehrer Dr. Christian Krampe ist begeistert von dem Einsatz des Wahlvorstandes und der Helfer. Und wer gestern sah, wie viele Jugendliche sich nach und nach einstellten, um ihr Votum abzugeben, staunte über die hohe Beteiligung – keine Spur von Wahlmüdigkeit. Ein Bild, das Dr. Christian Krampe natürlich gern sieht, zeigt es doch, wie sich gegen die Poltikverdrossenheit angehen lässt und wie sich Hemmschwellen abbauen lassen. Wer Bescheid weiß und sich interessiert, nutzt seine demokratischen Rechte – und weiß offenbar auch Vater und Mutter „mitzunehmen“. Zu Hause heißt es jetzt : „Wir haben unsere Stimme abgegeben. Und was wählt ihr?“

Die Erfahrung lehre, dass sich nunmehr auch mehr Eltern auf den Weg zum Wahllokal machen und die Quote steigt, so Dr. Christian Krampe. Gut 320 Schüler der Klasse 9, der EPH, und der Q1 bekamen eine Benachrichtigung für diese „selbst gemachte Wahl“. Ziel der Juniorwahl ist das Üben und Erleben von Demokratie. So erfahren die Schüler den Politikunterricht einmal anders. Am kommenden Freitag wird’s spannend. Dann nämlich werden nachmittags die Stimmen ausgezählt. -  Köp.

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