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Neuer Erzbischof Ignatius Chama zu Gast in Kirche am See

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MÖHNESEE ▪ „Jawohl, Gott wirkt noch unter uns. Das ist das, was uns unter diesem Baum verbindet“, so begann Ignatius Chama, seit etwa zwei Monaten neuer Erzbischof von Kasama, seine Predigt. Chama, der nach dem Antrittsbesuch in Rom zum Empfang des Palliums derzeit in Paderborn weilt, war Sonntagvormittag besonderer Gast bei der „Kirche am See“.

Der hohe Gast „mit dem sympathischen Lächeln“, wie aus den dichtgedrängten Reihen der Teilnehmer immer wieder zu hören war, eroberte die Herzen der Menschen an der Möhne scheinbar mühelos. Die Dankbarkeit und das Wachsen aus dem Senfkorn, das waren seine beiden großen Themen.

Dankbarkeit für die über dreieinhalb Jahrzehnte gewachsene Freundschaft der Menschen nicht nur an der Möhne zu der bitterarmen Partnerdiözese in Sambia, Dankbarkeit auch für viele persönliche Verbindungen, die helfen, mit kleinen Schritten die große Not nach und nach zu lindern. Dass ganz viele Menschen und Vereinigungen hierbei mit ins Rad gegriffen hätten, unterstrich der Erzbischof ebenso wie seinen Dank an die Aktiven des Freundeskreises Kasama. Die saßen gestern Nachmittag mit dem Würdenträger, der auch Vorsitzender der sambischen Bischofskonferenz ist, zusammen, um die aktuellen Projekte zu besprechen.

Der Gottesdienst selber wurde gemeinsam vom Erzbischof und Pfarrer Dr. Gerhard Best zelebriert. Auch wenn der zugab, sein Englisch komme über eine handvoll Vokabeln und eine lausige Grammatik nicht hinaus: Die Chemie zwischen dem Pfarrer vor Ort und dem Gast aus Sambia stimmte sichtbar und auf Anhieb. Auch ohne Oxford English. Der Liebe Gott tut ja nun nichts als fügen, wie Dr. Best gerne zu sagen pflegt, und so fügte sich auch das Wetter pünktlich und passend: Strahlender Sonnenschein begleitete die Messfeier, die das Gleichnis vom Senfkorn inhaltlich in den Mittelpunkt rückte.

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Klangvolle Premiere: Das Akkordeon-Orchester der Musikschule des Hochsauerlandkreises beteiligte sich erstmals an der Ausgestaltung. Nicht von ungefähr, denn dessen Leiter Ulrich Papencordt ist gerne und seit langem am See zuhause, und willigte ein, bei der Kirche am See mit seinen Schülern dabei zu sein. „Wiederholung nicht ausgeschlossen“, ließ er nach der Feier durchblicken.

Da freuten sich schon alle über die deftige Gulaschsuppe. Doppelt sogar, denn die kräftigende Mahlzeit wurde sogar noch günstiger angeboten als ursprünglich angedacht, und der Löwenanteil aus der Speisung soll an den Freundeskreis Kasama weitergerreicht werden. Damit der weiter Gutes tun kann, die Menschen in Kasama sich freuen – und der Erzbischof die Menschen am Möhnesee auch weiter mit seinem sympathischen Lächeln für sich einnehmen kann.

Und die Geschichte mit dem Senfkorn, Markus, Kapitel vier: Ignatius Chama: „Das Senfkorn ist klein, aber dennoch wird es ein großer Baum – so wie der hier, unter dem wir Kirche am See feiern.“

Ebenfalls mit dabei: Der Taizé-Chor mit afrikanischen Melodien. Und natürlich auch Father Thomas Barungi mit seinen afrikanischen Trommeln und eingen seiner Schüler. ▪ brü

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