Großeinsatz in Echtrop

Windrad-Brand: Schaden in Millionenhöhe

[UPDATE 12.50 Uhr] ECHTROP - Ein Brand des Windrads auf dem Haarstrang hat einen Schaden von rund 1,2 Millionen Euro angerichtet. Der Rotorkopf der 67 Meter hohen Anlage hatte in der Nacht zum Samstag aus unklarer Ursache Feuer gefangen.

Der Brand eines Windrades vom Typ „Vestas“ mit einer Leistung von 1650 Kilowatt zwischen Echtrop und Bergede rief am Freitag Abend um kurz vor 20 Uhr die Feuerwehr auf den Plan. Beim ersten Einsatz dieser Art überhaupt waren die Brandschützer aus Möhnesee allerdings erst einmal machtlos.

Eigensicherung ging vor, und so konnten die Einsatzkräfte in respektvollem Abstand nur abwarten, wie sich die Dinge entwickeln würden. Fest stand schon früh: „Das gibt eine Nachtschicht.“

Windradbrand in Echtrop

Um 19.45 Uhr wurde über die Leitstelle der Alarm ausgelöst. Die Züge eins und drei der Freiwilligen Feuerwehr Möhnesee eilten mit 70 Einsatzkräften aus den Löschgruppen Wippringsen, Büecke, Wamel, Völlinghausen und Brüllingsen sowie dem Löschzug Körbecke zur Einsatzstelle, die über eine Zuwegung von der B475 aus angefahren werden konnte.

Wie die Alarm- und Ausrückevorschriften das vorsehen, wurde auch die Drehleiter aus Soest angefordert, die aber aus Gründen der Eigensicherung gar nicht erst zum Einsatz kam.

Polizei und Feuerwehr sorgten für eine weiträumige Absperrung der möglichen Zufahrten: Der schon von weitem sichtbare Feuerschein in luftiger Höhe lockte viele Hobbyfotografen an.

Zur Brandursache selber wollten der stellvertretende Wehrführer Christian Böddeker als Einsatzleiter und Wehrführer Franz-Wilhelm Kroll keine Mutmaßungen anstellen.

Das Feuer war in der Gondel in rund 70 Metern Höhe ausgebrochen. Die Gondel brannte aus, Trümmerteile fielen immer wieder zu Boden. Wann die drei je 33 Meter langen Rotorblätter auf den Acker fallen würden, wusste bei Redaktionsschluss noch niemand zu schätzen.

Für Christian Böddeker stand fest: „Wir müssen Schichtbetrieb zur Absicherung für die ganze Nacht organisieren, nötigenfalls herabgefallene brennende Teile ablöschen – wenn das sicher zu bewerkstelligen ist.“

Die Betreiberfirma ließ den Strom abstellen. Personen kamen nicht zu Schaden. - brü/dpa

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