Achtung Hundebesitzer: Warnung vor Giftködern in Günne

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Hundebesitzer sollten zwischen Günne und Ense erhöhte Vorsicht an den Tag legen.

Möhnesee - Wenn im Sommer die Sonne scheint, dann zieht es vor allem Hundebesitzer ins Freie. Doch aktuell ist Vorsicht geboten: Offenbar haben nämlich einer oder mehrere Hundehasser Giftköder ausgelegt.

Wie von Seiten einer Leserin an den Anzeiger herangetragen wurde, geht wohl unter Hundebesitzern seit einigen Tagen die Meldung herum, dass im Bereich zwischen Günne und Ense gezielt Köder platziert worden sind, um damit Hunde zu vergiften. Hansfriedrich Winter, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Möhnesee, bestätigt, dass auch ihm eine solche Information zugespielt worden sei. „Allerdings sind uns bislang keine konkreten Fälle bekannt, wo tatsächlich Hunde zu Schaden gekommen sind bzw. haben sich noch keine direkt betroffenen Personen bei uns gemeldet“, so Winter.

Dennoch ist auch der Ordnungsamtsleiter – selbst Hundebesitzer – besorgt ob der Meldungen: „Momentan sehe auch ich davon ab, meinen Hund in diesem Bereich unangeleint laufen zu lassen und ich würde auch allen anderen Hundebesitzern empfehlen, ihre Tiere an der Leine zu lassen – nicht nur wegen der Giftköder, sondern auch wegen der Rehkitze, die aktuell unterwegs sind.“

Rattengift in Leberwurst

Das Vorgehen der Hundehasser ist Winter bestens bekannt. Für gewöhnlich würden sie Rattengift verwenden und dieses in Leberwursthäppchen verstecken, die dann als Köder ausgelegt werden. „Der Leberwurstgeruch bewirkt, dass der Hund das Gift nicht erkennt und den Köder schluckt“, erklärt Winter.

Dass man den Tätern nur schwer beikommen kann, ärgert auch ihn. „Als Ordnungsbehörde sind wir da leider relativ machtlos. Schließlich ist es sehr schwierig, der Täter habhaft zu werden, wenn man sie nicht gerade auf frischer Tat ertappt. Darüber hinaus handelt es sich aber auch, wenn Hunde durch die Giftköder zu Schaden kommen kommen, um einen Straftatbestand und nicht mehr um eine Ordnungswidrigkeit, die wir als Ordnungsamt ahnden könnten.“ In einem solchen Fall sei dann die Polizei zuständig.

Dort sind bislang allerdings keine Anzeigen eingegangen, wie Frank Meiske, Pressesprecher der Kreispolizei auf Anfrage bestätigt. „Uns wurden bislang keine derartigen Vorfälle gemeldet, wobei im Einzelfall aber auch ohnehin immer zu prüfen ist, ob tatsächlich ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt“, sagt Meiske. So gebe es ja durchaus Fälle, wo Gift berechtigterweise ausgelegt wird, etwa an Rastplätzen, um zu verhindern, dass sich Schädlinge über die Abfälle hermachen. Wenn ein Hund tatsächlich durch Gift zu Schaden komme, sei also noch lange nicht klar, dass er auch Opfer einer Straftat geworden ist.

Am Möhnesee sind die Hundehalter jedenfalls alarmiert: „In den letzten Tagen sind die Buschtrommeln hier ziemlich heiß gelaufen“, berichtet ein Hundebesitzer aus Günne. Er habe – nur über das Dorfgespräch allerdings – schon von drei Hunden gehört, die sich kürzlich durch das Schlucken von Ködern vergiftet hätten: „Nach dem, was man so mitbekommen hat, soll eines der Tiere gestorben sein, während die anderen beiden irreparable Organschäden davongetragen haben sollen.“ Als Hundehalter nehme einen sowas natürlich mit – zumal die Leiden für die betroffenen Tiere sehr schlimm seien und auch der Tod durch Vergiftung mit vielen Qualen für die Hunde einhergehe. - hip

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