Leader-Manager Sven Hedicke leistet Vorarbeit für Projekt-Phase

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Sven Hedicke (vorne), Regionalmanager der Leader-Region „Börde trifft Ruhr“, bereitet von seinem Büro im Enser Rathaus aus die Projekt-Phase der Fördermaßnahme vor.

Ense - Nach der Freude über die erfolgreiche Bewerbung und dem Amtsantritt von Regionalmanager Sven Hedicke Anfang Dezember ist es in den vergangenen Wochen etwas ruhiger geworden um die Leader-Region „Börde trifft Ruhr“. Das hat vor allem damit zu tun, dass bis zur Umsetzung der ersten Projekte noch eine Menge Vorarbeit geleistet werden muss.

So berichtet Hedicke, dass er die vergangenen Tage vor allem damit verbracht habe, die Regionale Entwicklungsstrategie zu überarbeiten. Diese sei zwar schon auf einem „sehr hohen Niveau“ gewesen, aber dem Land zum Teil noch nicht konkret genug. Zum Beispiel sollte die Leader-Region noch genauer darstellen, wie sie sich das Monitoring und die Evaluierung, also die nachträgliche Überprüfung und Bewertung, der Projekte vorstellt. Diese Überarbeitungen seien aber nun abgeschlossen und am Montag an die Bezirksregierung geschickt worden, so Hedicke. Die Entwicklungsstrategie samt der darin formulierten Handlungsfelder „Lebensqualität“, „Soziale Infrastrukturen“, „Tourismus, Landschaft, Umwelt“, „Wirtschaft, regionale Wertschöpfung, Mobilität“ und den 30 Kriterien für die Punkteverteilung an die Projekte sind die Grundlage des Leader-Prozesses. Hedicke bezeichnet sie kurzum als „Bibel“.

In einem zweiten Schritt sei er nun dabei, die 72 Projektideen auf ihre Aktualität zu überprüfen. Wie ist der aktuelle Stand? Wie weit sind die Projektträger in der Umsetzung? Wie schätzen sie den Finanzrahmen ein? Welche Ziele werden genau verfolgt? Wie passen sich die Projekte in die Entwicklungsstrategie und die Handlungsfelder ein? Um diese und weitere Fragen zu klären, hat Hedicke die fünf Kommunen angeschrieben.

Ein wichtiger Baustein, bevor die konkrete Auseinandersetzung mit den Projekten beginnen kann, fehlt aber noch: „Die Richtlinien des Landes liegen noch nicht vor“, sagt Hedicke. Er hofft, dass sie bis Ende März erscheinen. Mit ihnen wird festgelegt, was förderfähig ist und in welcher Höhe.

Hedicke stellt klar, dass die 72 Bewerbungs-Projekte nicht das Ende der Fahnenstange seien müssen: „Das ist kein geschlossenes System. Ideen können jederzeit eingereicht werden.“ Das sei zum Beispiel über das Formular auf der Homepage www.boerdetrifftruhr.de möglich. Hedicke kann sich gut eine Zusammenarbeit und einen Ideen- und Gedankenaustausch mit anderen Leader-Regionen in der Umgebung vorstellen. „Die Probleme im ländlichen Raum sind überall ähnlich.“ So nimmt Hedicke in diesen Tagen am Zukunftsforum „Ländliche Entwicklung“ auf der Grünen Woche in Berlin teil, um sich mit Kollegen auszutauschen.

Die nächste Zeit will Hedicke nutzen, um sich und Leader den politischen Gremien der Kommunen nochmal im Detail vorzustellen. Außerdem soll es Treffen mit weiteren Akteuren wie Vereinen und Wirtschaftsvertretern geben. „Vielleicht schlummern hier ja noch Projektideen.“ Das Schöne an seinem Job sei es, Ideen vom Kopf aus Papier und durch die Instanzen bis zur Umsetzung zu bringen, sagt Hedecke. In der Region, in der es dies nun tun soll, sei er inzwischen angekommen. Von seiner Wohnung zum Büro im Enser Rathaus sind es 88 Schritte. Und wenn er von „Börde trifft Ruhr“ spricht, sagt er wie selbstverständlich „uns“.

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