Claudia Hirschfeld erspielt 1620 Euro für die Anna-Kapelle

Die Vizechefin des Fördervereins der St.-Anna-Kapelle, Ursula (links), dankte Claudia Hirschfeld für das Benefizkonzert. Risse
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Die Vizechefin des Fördervereins der St.-Anna-Kapelle, Ursula (links), dankte Claudia Hirschfeld für das Benefizkonzert. Risse

Niederense - 1620 Euro kamen jetzt bei einem Benefizkonzert für die St.-Anna-Kapelle in Niederense zusammen. Da Organistin Claudia Hirschfeld auf eine Gage verzichtete, kann der gesamte Erlös in die Innen-Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes fließen.

„FanTASTisches mit Hand und Fuß“ verhießen die Ankündigungsplakate im Vorfeld. Aus Sicht des Publikums hielt die Organistin und Keyboarderin Claudia Hirschfeld am Sonntagnachmittag Wort. Als Dank für das eineinhalbstündige Benefiz-Konzert zu Gunsten der St.-Anna-Kapelle in der St.-Bernhard-Kirche gab es einen lang anhaltenden Applaus der rund 170 Zuhörer.

Zwei Zugaben forderten die Besucher von der Künstlerin, die auf ihrer Wersi-Orgel beginnend mit der „Hymne an die Liebe“ abwechselnd besinnliche flotte und freudige Darbietungen lieferte. Dabei wurden die Zuhörer unter anderem musikalisch mitgenommen zum Wagenrennen aus dem Film „Ben Hur“. Eine „Klangmalerei“ führte die Zuhörer nach Istanbul in die „Hagia Sophia“, in der Hirschfeld am Ende das große schwere Tor der früheren Kirche, die heute als Museum genutzt wird, musikalisch zufallen ließ. Nach Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und weiteren Musikstücken wie „Ode an die Freude“, dem „Ave Maria“ oder einem „Gospel Medley“ zitierte Claudia Hirschfeld bei den informativen und oftmals auch amüsanten Ankündigungen ihrer Musikstücke Aristoteles. Der habe bereits vor 2000 Jahren schon gesagt, dass es im Wesen der Musik liege, Freude zu bereiten. Dafür sorgte die Künstlerin am Sonntag mit zwei Händen und zwei Füßen auf ihrer Orgel. Von ihrem Ehemann, Andreas Mautner, wurde der Auftritt auch visuell auf der Leinwand im Altarraum präsentiert.

35 000 Euro habe man nun für die Sanierung der Kapelle zusammen, sagte der Schriftführer des Fördervereins der Anna-Kapelle Jürgen Post. 25 000 Euro habe das Erzbistum Paderborn als Förderung zugesagt. Der Verein hofft, noch dieses Jahr mit den ersten Arbeiten starten zu können. Als Erstes sollen die Fenster saniert werden. In die Außensanierung seien bereits 30 000 Euro investiert worden, so Post.

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