Sonnenbräute suchen Partner: Im Beet zu Präriepflanze setzen

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Frühe Sorten der Sonnenbraut zeigen ab Juni ihre Blüten. Im Mai brauchen sie dafür eine Gabe Dünger. Foto: Andrea Warnecke

Die ersten Sonnenbräute im Gartenbeet erblühen ab Juni, die Hauptsaison erstreckt sich von Juli bis September. Doch: Schon jetzt sollten sich Hobbygärtner um die Stauden kümmern - das sorgt dann für eine prächtigere und längere Blüte.

Berlin (dpa/tmn) - Die Sonnenbraut braucht nicht zwingend einen Lebenspartner im Gartenbeet. Die Staude bildet im Sommer über Wochen auffällige, teils an die Sonne erinnernde Blüten und zieht damit alle Blicke auf sich. Doch sie ist auch bindungsfähig.

Am besten setzt man sie mit anderen Präriestauden zusammen. Das erklärt der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) in Berlin. Gute Partner sind etwa Präriegräser wie die Rutenhirse (Panicum virgatum), das Goldbartgras (Sorghastrum nutans) oder das Bartgras (Andropogon gerardii). Auch die Blütenstauden Indianernesseln (Monarda), der Virginische Ehrenpreis (Veronicastrum) und der Sonnenhut (Rudbeckia) passen zur Sonnenbraut, da sie ähnliche Standorte bevorzugen.

Diese seien am besten vollsonnig und haben einen nahrhaften, eher feuchten als trockenen Boden, erläutert BdS-Mitglied Wolfgang Härtel. An ihren ursprünglichen Standorten gedeihen die Stauden gerne auf sumpfigen Böden oder auch am Rand von Gewässern. Wenn der Garten diese Bedingungen nicht bietet, gibt es auch Möglichkeiten: Sandige Böden werden mit viel Kompost aufbereitet. Und wo es keinen vollsonnigen Standort gibt, hat der Hobbygärtner Alternativen im Sortiment: Sorten mit eher braunroten Blüten wie 'Königstiger' wachsen Härtel zufolge im Halbschatten sogar besser.

Frühe Sorten der Sonnenbraut zeigen ihre Blüten ab Anfang Juni. Die Saison erstreckt sich aber vornehmlich zwischen Juli und September. Bereits jetzt im Frühjahr müssen sich Hobbygärtner aber um die Pflanzen kümmern: Sie erhalten zum Austrieb etwas Volldünger auf mineralischer Basis, dieser ist auch unter dem Markennamen Blaukorn geläufig. Dosiert wird nach jeweiliger Herstelleranweisung.

Wer im Mai außerdem zur Schere greift, kann die Blütezeit verlängern: Die im Vordergrund eines Beetes stehenden Sonnenbräute werden um ein Drittel bis zur Hälfte zurückgeschnitten. Alternativ oder bei einzeln stehenden Stauden lassen sich einzelne Triebe entsprechend einkürzen. An diesen entwickeln sich die Blüten dann später - und über einen längeren Zeitraum trägt die Pflanze immer ein paar Blüten, und zwar auf verschiedenen Höhen im Beet.

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