Vor schwierigen Gesprächen: Senioren sollten Probleme klären

Irgendwann im Leben muss sich jeder Mensch mit schwierigen Themen beschäftigen - etwa mit dem eigenen Tod, einer Krankheit oder dem Testament. Will man darüber zum Beispiel mit seinen erwachsenen Kinder sprechen, sollte man nicht mit der Tür ins Haus fallen.

Nürnberg (dpa) - Wollen ältere Menschen wichtige Themen wie eine schwere Krankheit oder das Erbe mit ihren Kindern besprechen, sollte das Verhältnis möglichst nicht belastet sein. Sei es ein Groll, eine offene Rechnung oder gar ein ungeklärter Vorwurf.

"Bevor man sich an ein ganz neues schwieriges Thema heranwagt, gilt grundsätzlich die alte Regel der guten Kommunikation: Störungen immer zuerst beseitigen!", rät Frieder R. Lang. Er ist Professor für Psychogerontologie an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Dafür gibt es kein Geheimrezept. "Es kann helfen, dem anderen innerlich und ehrlich zu verzeihen und dies auch überzeugend und offenherzig zu kommunizieren", sagt Lang. Es wirke manchmal auch entwaffnend, wenn man einfach einmal eigene Fehler einräumt und sich dafür entschuldigt.

Wenn dann eine gute Vertrauensbasis und ein gutes Verhältnis hergestellt sind, kann man auch die schwierigeren Themen angehen - etwa dass man eines Tages schwer krank werden könnte und dass man sich Gedanken über das eigene Lebensende macht.

Das zu besprechen ist für beide Seiten nicht leicht. "Gerade der Gedanke an den Verlust der eigenen Eltern ist für erwachsene Kinder, auch wenn diese schon selbst jenseits des 50. Lebensjahrs sind, nicht leicht zu ertragen."

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