Interview zum Stunikenmarkt in Hamm

Kirmes-Chef Uwe Röhrig: "Darauf können Sie sich freuen"

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Für Schausteller Uwe Röhrig ist der Stunikenmarkt eine besondere Kirmes.

Hamm - Wenn am Freitag um 16 Uhr der Stunikenmarkt eröffnet wird, ist Uwe Röhrig mittendrin. Denn der Vorsitzende des Schaustellervereins „Hand in Hand“ ist als Organisator für das „große Ganze“ zuständig. Worauf sich die Besucher freuen dürfen und wie das Leben als Schausteller ist, verrät Röhrig im WA-Gespräch.

Am Freitag geht die Kirmes in der Innenstadt los. Freuen Sie sich darauf?

Uwe Röhrig: Ich bin ja ein Schausteller, der aus Hamm kommt und hier wohnt. Klar, dass der Stunikenmarkt in Hamm das Highlight des Jahres ist. Und wenn dann auch alles klappt beim Aufbau und der Stunikenmarkt gut läuft, dann fällt eine Last von meinen Schultern. Dann kann ich es wirklich genießen.

Warum ist die Kirmes in Hamm so beliebt?

Röhrig: Das spezielle Innenstadt-Flair ist für die Kirmes wichtig, aber auch, dass wir jedes Jahr mit wechselnden Karussells für Abwechslung sorgen. Es gibt zwar mit dem Riesenrad, dem Musicexpress und dem Autoscooter Standard-Karussells, alle anderen werden aber jedes Jahr ausgetauscht. So soll die Kirmes für die Gäste interessant bleiben.

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Was ist die diesjährige Hauptattraktion?

Der Kirmes-Startschuss fällt am Freitag um 16 Uhr. Bis etwa 16.30 gibt es eine halbe Stunde Freifahrten auf allen Karussells.

Röhrig: Für die jungen Leute wird es der „Breakdance“ sein, der eine rasante Fahrt verspricht (Video unten im Artikel). Er wird vor der Pauluskirche stehen. Für mich persönlich ist die Achterbahn auf dem Santa-Monica-Platz das Highlight. Weil sie nicht nur zum ersten Mal in Hamm dabei ist, sondern insgesamt das erste Mal in dieser Region aufgebaut wird. Die Achterbahn ist dabei ein Spaß für die ganze Familie.

Für Sie persönlich bedeutet die Kirmes nicht nur Spaß, sondern auch Arbeit. Wie sieht der Tagesablauf für Sie während der Kirmestage aus?

Liebe Kirmes-Fans:

In diesem Ressort werden Sie in den kommenden Tagen jede Menge weitere Infos sowie aktuelle Fotos und Videos finden. Wiederkommen lohnt sich also!

Röhrig: Während der Kirmestage beginnt mein Tag morgens um 7.30 Uhr mit dem Frühstück. Danach geht es los mit den Vorbereitungen für die Kirmes, zum Beispiel mit saubermachen. Das Geschäft beginnt dann zwischen 13 und 14 Uhr, wenn die Buden öffnen. Und dann geht es bis in den späten Abend. Meine ganze Familie ist dabei im Einsatz, wir bauen dieses Mal drei Stände auf: einen Crepes-Stand, einen Spiel-Stand für Kinder und einen Spiel-Stand für Jugendliche und Erwachsene.

Wie muss man sich das Leben als Schausteller vorstellen?

Röhrig: Ich bin quasi auf einem Volksfest geboren und auf der Kirmes groß geworden. Wir Schausteller kennen es nicht anders. Immer unterwegs zu sein, bedeutet zwar auch Stress, aber es ist auch schön. Man lernt viele Menschen und Mentalitäten kennen. Wenn es die Zeit zulässt, können wir uns auch die Städte, in denen wir sind, angucken.

Wie ist das Verhältnis der Schausteller untereinander?

Röhrig: Man muss sich austauschen, schon alleine, weil man etwa beim Aufbau Rücksicht aufeinander nehmen muss. Dass es ab und an auch mal Stress gibt, ist normal. Das hat man mit seinen „normalen“ Nachbarn sicherlich auch gelegentlich. Auf der Kirmes müssen wir Schausteller aber zusammenarbeiten, wenn alles gut klappen soll.

Wohin verschlägt es Sie, wenn die Kirmes in Hamm vorbei ist?

Röhrig: Nach der Kirmes in Hamm haben ich und meine Familie eine Woche frei, ehe es erst nach Oldenburg und dann nach Bremen geht. Der Herbst ist die Hauptzeit für Volksfeste. Während das Frühjahr eher ruhig ist, geht es im Juli meist richtig los. Bis Anfang November sind die wichtigen Monate, da müssen wir unser Geld verdienen.

Öffnungszeiten:

Freitag von 16 bis 24 Uhr,

Samstag von 13 bis 24 Uhr,

Sonntag von 12 bis 23 Uhr,

Montag von 14 bis 23 Uhr,

Dienstag (Familientag) von 14 bis 23 Uhr.

Das kostet der Kirmesbesuch:

Wer mit dem Musikexpress fahren möchte, zahlt 3 Euro. Das Riesenrad mit einer beeindruckenden Aussicht auf Hamm kostet pro Fahrt 4,50 Euro (Kinder: 3 Euro), und für vier Karten für den Autoscooter zahlt man 6 Euro. Denselben Preis zahlt man für das Kinderkarussell: Auch dort kosten vier Karten sechs Euro. Das „Kopf-über“-Fahrgeschäft „Jekyl & Hyde“ ist vor allem für Wagemutige und Schwindelfreie geeignet und verspricht für 5 Euro einen richtigen Nervenkitzel.

Neben den Fahrgeschäften wird es wieder zahlreiche Essens- und Süßwarenstände geben. Für viele Kirmesbesucher gehört die Tüte gebrannter Mandeln einfach dazu. Durchschnittlich zahlt man für 100 Gramm 3 Euro, eine Tüte frisches Popcorn geht bei 2 Euro los.

Quelle: wa.de

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