Mindestens 30 Verletzte

Eine Tote bei Doppelanschlag in thailändischem Touristenort

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Bei der Explosion zweier Bomben in einem thailändischen Touristenort ist eine einheimische Frau getötet worden.

Bangkok - 19 Menschen hätten bei dem Anschlag in dem Küstenort Hua Hin rund 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok Verletzungen erlitten, darunter drei schwer, teilte ein Polizeivertreter am Donnerstag mit. Unter den Verletzten seien zwei Niederländerinnen und fünf weitere Ausländer. Es gibt in Thailand immer wieder kleinere Bombenanschläge, doch richten sie sich meist nicht gegen Touristen.

Laut dem Polizeivertreter explodierte die erste Bombe vor einer Kneipe, die zweite eine halbe Stunde später etwa 50 Meter entfernt. Hua Hin ist ein Badeort, der sowohl bei Thailändern als auch bei ausländischen Touristen beliebt ist. Laut der Polizei wurden Ermittlungen zur Art des Sprengsatzes und zum Motiv der Täter eingeleitet. Laut Medienberichten handelte es sich bei der Toten um eine Straßenverkäuferin.

In Hua Hin liegt ein Palast, der über Jahre von Thailands König Bhumibol Adulyadej benutzt wurde. Der 88-Jährige liegt derzeit in Bangkok im Krankenhaus. Der Anschlag erfolgte einen Tag vor einem Feiertag zu Ehren des Geburtstags von Königin Sirikit und wenige Tage nach einem umstrittenen Referendum über eine von der regierenden Militärjunta ausgearbeitete Verfassung.

Die Militärjunta, die 2014 nach einer Phase blutiger Unruhen die Macht ergriffen hatte, hält sich selbst zu Gute, das Königreich wieder zu Stabilität und Ordnung geführt zu haben. Allerdings ist es auch dem Militär nicht gelungen, den seit Jahren im äußersten Süden des Landes schwelenden Aufstand muslimischer Rebellen in den Griff zu bekommen. In den Konflikt wurden bereits mehr als 6500 Menschen getötet.

Vor knapp einem Jahr waren bei einem Anschlag in Bangkok zudem an einem beliebten Hindu-Schrein 20 Menschen getötet worden, die meisten davon ausländische Touristen. Es war der blutigste Anschlag der jüngeren Geschichte des Landes. Die Behörden machen zwei Uiguren aus dem Westen Chinas dafür verantwortlich. Die beiden Männer, die demnächst vor Gericht erscheinen sollen, bestreiten jedoch jede Verwicklung.

AFP

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