Was wirklich hilft

Auf keinen Fall Kaffee trinken! 7 Tipps gegen Flugangst

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Wer im Flugzeug ein mulmiges Gefühl hat, muss nicht gleich aufs Fliegen verzichten. Mit diesen einfachen Tricks reisen Sie entspannter.

Wenn es zu Turbulenzen kommt und es in der Kabine wackelt, beginnt für viele Reisende der absolute Horror. Aber auch eine möglicherweise drohende Terrorgefahr oder Pannen im Triebwerk verursachen bei Urlaubern Flugangst. Für viele ist bei diesen Vorstellungen ein entspanntes Reisen im Flugzeug kaum möglich. 

Nach Experten-Einschätzungen leiden beinahe 40 Prozent aller Flugpassagiere an irgendeiner Form von Angst oder Beklemmung. Dabei gilt das Flugzeug als eines der sichersten Fortbewegungsmittel. Mit die größten Befürchtungen von Reisenden sind außerdem nicht Schäden an der Maschine, sondern der Verlust von Gepäck.

Es gibt Tabletten gegen Flugangst, Fachbücher und Kurse, manche suchen Hilfe beim Psychologen. Auch eine App gegen Flugangst namens "KeekCalmApps" wurde von einem tschechischen Team entwickelt. Mit speziellen Atemtechniken soll dabei der Hörer beruhigt werden. An manchen Flughäfen in den USA steht sogar tierische Hilfe bereit: Dort dürfen zur Beruhigung Hunde gestreichelt werden. Dabei gibt es ein paar einfach Tricks, die gegen das mulmige Gefühl im Bauch helfen.

1. Lenken Sie sich ab

Verblüffend einfach: Wer nicht ständig daran denkt, dass er im Flieger sitzt und jederzeit etwas passieren könnte, hat weniger Flugangst. Nehmen Sie ihr aktuelles Lieblingsbuch mit, blättern Sie im Bordmagazin oder hören entspannende Musik. Falls Sie nichts davon zur Hand haben, reicht oft auch ein Gespräch mit dem Sitznachbarn, wie Focus Online rät. Schließlich hat man mit dem gemeinsamen Reiseziel bereits ein passendes Smalltalk-Thema. Für Kinder eignet sich beispielsweise ein spannendes Hörbuch.

2. Stress vermeiden

Wenn Sie den Flieger gerade noch rechtzeitig erwischen, starten Sie die Reise bereits mit einer angespannten Haltung. Deswegen ist zu empfehlen, genügend Zeit bei der Anreise und beim Check-In einzuplanen. Unnötiger Zeitdruck soll unbedingt vermieden werden, da ein angenehmes Fliegen dann kaum mehr möglich ist. Versuchen Sie außerdem, möglichst ausgeschlafen an Bord zu gehen.

3. Atmen Sie tief durch

Mit einfachen Atemübungen vergeht die Angst wie im Flug. Dazu legen Sie ihre Hand auf den Bauch und atmen tief und ruhig durch die Nase ein und durch den Mund aus. Achten Sie auf eine regelmäßige Atem-Frequenz und warten Sie zwischen Ein- und Ausatmen zwei Sekunden. Diese Übung sollten Sie zehn mal wiederholen, damit sich ein Entspannungsgefühl einstellt.

4. Verzichten Sie auf Kaffee

Beim Fliegen sollte man generell auf einen guten Flüssigkeitshaushalt achten. Kaffee kann dabei jedoch negative Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden haben. Kaffee erhöht den Adrenalinspiegel - nicht gerade die besten Voraussetzungen für stressfreies Fliegen. Besser als Kaffee ist das Trinken von Wasser oder Säften, beispielswiese Tomatensaft.

5. Informieren Sie sich

Oft entsteht Flugangst aus der Unkenntnis über die Risiken heraus. Dabei werden falsche Schlussfolgerungen über die Sicherheit abgeleitet. Die Ängste werden beispielsweise durch Filme oder Berichterstattung in den Medien zu Unglücksfällen verstärkt. Viele Airlines bieten dazu Seminare an, um über Flugsicherheit aufzuklären.

6. Lassen Sie sich helfen

Das Bordpersonal ist Ihr erster Ansprechpartner, falls es Ihnen nicht gut geht. Die Crew kennt sich aus mit den verschiedenen Problemen bei Flugangst und hilft Ihnen gerne weiter. Ein paar nette Worte vom freundlichen Kabinenpersonal können schnell das beklemmende Gefühl beim Passagier lösen.

7. Keine Medikamente oder Alkohol

Der Beruhigungsschnaps oder auch eine Tablette gegen Flugangst können genau das Gegenteil bewirken. Statt die Angst zu lindern, wird sie dadurch eher noch verstärkt. Unwohlsein und Übelkeit können die Folge sein.

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