"Pokémon-Go": Bei Unfall zahlt Versicherung

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Wer "Pokémon-Go" spielt, kann den Blick nur schwer vom Display lassen. Das kann zu Unfällen führen. Dennoch sollte eine private Unfallversicherung für mögliche Folgen aufkommen. Foto: Justin Lane

Das Spiel "Pokémon Go" sorgt derzeit für viel Aufsehen. Mit dem Smartphone begeben sich Gamer in ihrer realen Umgebung auf die Jagd nach Monstern. Doch wer kommt für den Schaden auf, wenn bei dem Vergnügen auf der Straße etwas passiert?

Berlin (dpa/tmn) - Der "Pokémon Go"-Hype ruft die schlimmsten Befürchtungen hervor: Laufen Horden von Pokémon-Trainern nun mit dem Smartphone vor der Nase gegen ein Auto? Oder zertrampeln sie auf der Suche nach kleinen Monstern das Blumenbeet der Nachbarn? Und wer zahlt für die Schäden?

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklärt:

Verletzungen durchs Spielen: Wenn ein schwerer Unfall zu gesundheitlichen oder finanziellen Folgen führt, greift die private Unfallversicherung. In der Regel sei man auch beim Spielen auf dem Smartphone versichert, erläutert der GDV. Es spiele auch grundsätzlich keine Rolle, ob man beim Spielen leichtsinnig oder gar leicht oder grob fahrlässig gehandelt habe.

Es gibt aber noch die Kfz-Haftpflichtversicherung eines Autofahrers, der einen Spieler erfasst. Grundsätzlich zahlt diese bei einem Verkehrsunfall mit einem Fußgänger. Doch: Ist dieser etwa geistesabwesend und ins Spiel versunken über die Straße gegangen, kann er unter Umständen eine Mitschuld am Unfall tragen - was die Leistungen mindern würde.

Schäden durchs Spielen: Wer ins Spiel versunken einen Schaden verursacht - ob aus Leichtsinn, Missgeschick oder Vergesslichkeit - ist durch eine private Haftpflichtversicherung abgesichert. Sie greift aber nicht, wenn der Schaden vorsätzlich angerichtet wird.

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