Gebührenrechner und Gericht

Notarkosten kostenlos überprüfen

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Beim Hauskauf ist der Termin beim Notar Pflicht. Die Höhe der Gebühr hängt von den Geschäftswerten ab. Foto: Stefan Sauer

Wer ein Testament aufsetzen oder eine Immobilie kaufen möchte, braucht dafür einen Notar. Dieser nimmt für die Ausübung seines Amtes eine Gebühr. Doch wie hoch darf diese sein?

Bonn (dpa/tmn) - Notargebühren sind gesetzlich festgelegt und werden nach den sogenannten Geschäftswerten berechnet. Doch das ist oft wenig übersichtlich. Wenn unklar ist, ob eine Rechnung - zum Beispiel nach dem Kauf einer Immobilie - zu hoch ist, sollte man sich zunächst an den Notar wenden.

Dieser sei verpflichtet, über die Rechnung aufzuklären, erklärt Gabriele Heinrich, Geschäftsführerin des Verbandes Wohnen im Eigentum. Außerdem können Verbraucher den Gegencheck mit Hilfe eines kostenlosen Gebührenrechners auf der Webseite der Bundesnotarkammer vornehmen. Dieser ist unter dem Reiter Bürgerservice zu finden, dann auf Notarkosten und Berechnung klicken.

Wenn weiterhin Zweifel bestehen, dass der Notar korrekt abrechnet, sollte man sich an das Landgericht im jeweiligen Bezirk des Notars wenden. Auch hier kann man die Rechnung kostenlos überprüfen lassen, erklärt Heinrich. Doch damit das Gericht tätig wird, muss es begründete Zweifel geben. Der Antrag auf Überprüfung muss daher eine schriftliche Begründung beinhalten. Allerdings besteht bei der Überprüfung auch die Gefahr, dass der Verbraucher nachzahlen muss, sollte der Notar die Gebühren zu niedrig angesetzt haben.

Gebührenrechner der Bundesnotarkammer

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