Wie werde ich..?

Biologielaborant/Biologielaborantin

Als angehende Biologielaborantin braucht Ayla Fleer gute Kenntnisse in den Naturwissenschaften. Die Mehrheit der Auszubildenden hat Hochschulreife. Foto: Patrick Seeger
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Als angehende Biologielaborantin braucht Ayla Fleer gute Kenntnisse in den Naturwissenschaften. Die Mehrheit der Auszubildenden hat Hochschulreife. Foto: Patrick Seeger
Ayla Fleer macht die dreieinhalb Jahre lange Ausbildung zur Biolaborantin. Sie lernt an der Uniklinik Freiburg. Foto: Patrick Seeger
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Ayla Fleer macht die dreieinhalb Jahre lange Ausbildung zur Biolaborantin. Sie lernt an der Uniklinik Freiburg. Foto: Patrick Seeger
Fleer untersucht als angehende Biologielaborantin Proben etwa von Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen. Foto: Patrick Seeger
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Fleer untersucht als angehende Biologielaborantin Proben etwa von Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen. Foto: Patrick Seeger
Fleer arbeitet in ihrem Job den ganzen Tag im Labor. Auf Nährböden züchtet sie zum Beispiel Zellen und nimmt sie später unter die Lupe. Foto: Patrick Seeger
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Fleer arbeitet in ihrem Job den ganzen Tag im Labor. Auf Nährböden züchtet sie zum Beispiel Zellen und nimmt sie später unter die Lupe. Foto: Patrick Seeger
Fleer will nach der Ausbildung in der Forschung bleiben. Sie liebt daran, dass sie Aufgaben bekommt, an denen sie knobeln kann. Foto: Patrick Seeger
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Fleer will nach der Ausbildung in der Forschung bleiben. Sie liebt daran, dass sie Aufgaben bekommt, an denen sie knobeln kann. Foto: Patrick Seeger
Biologielaboranten brauchen Durchhaltevermögen. Nicht immer klappen Experimente gleich im ersten Anlauf. Foto: Patrick Seeger
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Biologielaboranten brauchen Durchhaltevermögen. Nicht immer klappen Experimente gleich im ersten Anlauf. Foto: Patrick Seeger
Fleer untersucht in dem Stoffwechsellabor der Uniklinik Freiburg Proben von Menschen mit angeborenen Stoffwechselkrankheiten. Foto: Patrick Seeger
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Fleer untersucht in dem Stoffwechsellabor der Uniklinik Freiburg Proben von Menschen mit angeborenen Stoffwechselkrankheiten. Foto: Patrick Seeger

Ob im Kliniklabor oder in der Pharmaindustrie: In vielen Betrieben sind Biologielaboranten unverzichtbar. Entsprechend vielseitig ist die Ausbildung: Ob menschliche Zellen, Mikroorganismen oder Pflanzen - alles wird untersucht. Auch Tierversuche stehen auf dem Lehrplan.

Freiburg (dpa/tmn) - Den ganzen Tag im Labor zu arbeiten, stellen sich manche Menschen langweilig vor. Ayla Fleer weiß es besser. Die 20-Jährige macht am Uniklinikum Freiburg eine Ausbildung zur Biologielaborantin.

Besonders viel Spaß macht Fleer die kreative Komponente des Berufes: "Ich mag das Gefühl, dass man gefordert ist." Die dreieinhalbjährige Ausbildung ist anspruchsvoll. Biologielaboranten arbeiten mit verschiedenen Methoden und müssen ein breites Wissen mitbringen. Sie untersuchen unter anderem Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Parasiten.

Auf Nährböden züchten sie Zellen und nehmen diese danach unter die Lupe. Zellen, Eiweiße, Blut oder Gewebeproben setzen sie in Lösungen an und machen biochemische Versuche. Ausgebildete Biolaboranten werden in unterschiedlichen Bereichen gebraucht: An Kliniken, Forschungseinrichtungen, bei Lebensmittelherstellern und in der Pharmaindustrie.

An der Uniklinik Freiburg lernen angehende Biologielaboranten in einem Stoffwechsellabor. Dort werden Proben von Menschen mit angeborenen Stoffwechselkrankheiten untersucht, erklärt Privatdozentin Sara Tucci, die die Biologielaboranten ausbildet. Dadurch lernten Azubis an sehr komplexen Geräten. "Es gibt methodisch so wahnsinnig viel zu lernen, dass die Zeit kaum ausreicht", sagt die Ausbilderin. Im Gegensatz zu der rein schulischen Ausbildung beim eng verwandten Beruf des Biologisch-technischen Assistenten lernen Biologielaboranten im dualen System.

Eine der größten Herausforderungen seien die Tierversuche, erzählt Fleer, die im dritten Jahr ihrer Ausbildung ist: "Jedes Mal ist das wieder eine Überwindung." Doch die Arbeit an Tieren ist Teil des Lehrplans. Im Stoffwechsellabor der Freiburger Uniklinik wird ausschließlich mit Mäusen gearbeitet.

Neben der Bereitschaft, mit Tieren zu arbeiten, brauche es einen umfangreichen naturwissenschaftlichen Hintergrund, betont Sara Tucci. Ein bestimmter Schulabschluss ist keine Voraussetzung. In den vergangenen Jahren sei jedoch zu beobachten gewesen, dass immer mehr Abiturienten angenommen werden, sagt die Dozentin.

Durchhaltevermögen sei eine wichtige Fähigkeit von Biologielaboranten, erklärt Sara Tucci. Neben Enthusiasmus und Neugier sollten Ausbildungsanfänger auch Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Schließlich habe man mit Menschen zu tun - auch, wenn man nur die Proben, nie aber die Gesichter zu sehen bekommt.

Laut der Bundesagentur für Arbeit verdienen angehende Biologielaboranten im ersten Ausbildungsjahr zwischen 850 und 890 Euro im Monat. Die Vergütung steigert sich dann bis zu einem Betrag von 1020 bis 1130 Euro im letzten Halbjahr.

Pro Jahr schließen in Deutschland rund 500 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag als Biologielaboranten ab. "Das ist ein sehr gefragter und spezieller Bereich", sagt Margret Reymers vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Normalerweise gebe es mehr Bewerber als Plätze. Laborkräfte im Bereich Biologie seien auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt.

Einige Biologielaboranten nutzen die Ausbildung als Grundlage für ein Studium. Ayla Fleer aber will in ihrem Beruf bleiben. In der Forschung hat sie ihre Traumtätigkeit gefunden. "Man muss dabei Lust haben zu knobeln", erzählt sie und lacht.

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