Auf Kreuzfahrt: Die Aufgaben des Proviantmeisters

André Skorloff ist Proviantmeister auf der "Aida Blu". Foto: Michael Zehender
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André Skorloff ist Proviantmeister auf der "Aida Blu". Foto: Michael Zehender
Kistenweise Obst: Viele Lebensmittel kommen per Container aus Hamburg auf die Kreuzfahrtschiffe der Aida-Flotte. Obst wird teilweise vor Ort eingekauft. Foto: Michael Zehender
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Kistenweise Obst: Viele Lebensmittel kommen per Container aus Hamburg auf die Kreuzfahrtschiffe der Aida-Flotte. Obst wird teilweise vor Ort eingekauft. Foto: Michael Zehender
Aus riesigen Metalltanks fließt das Bier direkt in die Restaurants und Bars. Foto: Michael Zehender
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Aus riesigen Metalltanks fließt das Bier direkt in die Restaurants und Bars. Foto: Michael Zehender
Hochprozentig: In einem eigenen Raum im Proviantbereich lagern Alkoholika. Foto: Michael Zehender
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Hochprozentig: In einem eigenen Raum im Proviantbereich lagern Alkoholika. Foto: Michael Zehender
Auch Kosmetikprodukte müssen auf einer Kreuzfahrt natürlich ausreichend im Lager sein. Foto: Aida Cruises
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Auch Kosmetikprodukte müssen auf einer Kreuzfahrt natürlich ausreichend im Lager sein. Foto: Aida Cruises
Rund 2500 verschiedene Lebensmittel und 300 verschiedene Artikel für die Hotelausstattung gibt es auf der "Aida Blu". Foto: Michael Zehender
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Rund 2500 verschiedene Lebensmittel und 300 verschiedene Artikel für die Hotelausstattung gibt es auf der "Aida Blu". Foto: Michael Zehender

Sein Arbeitsplatz liegt zwischen 12 000 Litern Bier und tonnenweise Obst: André Skorloff ist Proviantmeister auf der "Aida Blu". Ohne ihn hätte kein Passagier etwas zu essen. Auf einem Rundgang erzählt er von seiner Arbeit - und erklärt, was definitiv nie ausgehen darf.

Las Palmas (dpa/tmn) - Auf einem Kreuzfahrtschiff gibt es vor allem eine wichtige Person: den Koch. Doch damit ein Koch etwas zum Kochen hat, ist er auf die Dienste des Proviantmeisters angewiesen. Auf der "Aida Blu" sorgt André Skorloff dafür, dass immer genügend Fleisch, Obst und Bier an Bord ist.

Ein Rundgang durch die Lagerräume tief unten im Bauch des Schiffs:

Eine unscheinbare Tür auf Deck 3 führt in das Herz des Schiffes - die Provianträume. Skorloff drückt die Türklinke. Kühle Luft strömt nach draußen. Ein Geruch von Hopfen und Gerste liegt in der Luft. Drinnen stehen riesige Stahltanks.

"Das ist unser Bierlager. Von hier fließt das Bier über Leitungen direkt zu den Bars und in die Restaurants. Die Tanks werden in Hamburg befüllt und per Container aufs Schiff gebracht. Im Inneren der Tanks ist das Bier in Plastiksäcken abgefüllt. 12 000 Liter Bier haben wir an Bord, das reicht in der Regel für drei Wochen."

Im nächsten Raum lagern dann Lebensmittel - unter anderem palettenweise Eier.

"Die meisten Lebensmittel bekommen wir aus Hamburg geliefert - egal ob wir gerade in der Karibik oder in Dubai unterwegs sind. Da spielen vor allem die Qualität und der Preis eine Rolle. Vor Ort würden wir das kaum so bekommen. Deshalb kommen alle 14 Tage acht Container Essen und alle 14 Tage fünf Container Getränke und Dinge für den Hotelbedarf - rund 110 Tonnen pro Ladevorgang. Einige Dinge kaufen wir aber vor Ort zu, zum Beispiel die Eier, Obst oder Salat. Auch die Köche der Spezialitätenrestaurants gehen auf die Märkte vor Ort und kaufen zum Beispiel frischen Fisch."

Ein Deck tiefer ist es eine Nummer kälter: Hier lagert die Tiefkühlware.

"Etwa 50 Prozent der Speisen auf dem Schiff sind Tiefkühlware. Das gilt allen voran für das Fleisch. Auch die Tiefkühlware wird in Containern aus Hamburg zum Schiff transportiert. Dabei nutzen wir spezielle Container, in deren Innerem es minus 24 Grad kalt ist. Neben Fleisch sind meist Pommes frites die wichtigste Kühlware. Wenn viele Familien an Bord sind, brauchen wir für 14 Tage locker mal 1200 Kilo."

Insgesamt lagern rund 2500 verschiedene Lebensmittel an Bord, dazu kommen rund 6000 Produkte für die Bordshops und rund 3000 Artikel für die Hotelausstattung - zum Beispiel neue Handtücher, Seife oder Bettwäsche. Was darf nie ausgehen, Herr Skorloff?

"Das ist definitiv das Toilettenpapier. Wir haben ja ein spezielles Entsorgungssystem an Bord, dafür benötigen wir spezielles Toilettenpapier. Deshalb haben wir hier immer einen ziemlich großen Vorrat."

Aus den Lagerräumen geht es in Skorloffs Büro. Dort laufen per Computer die ganzen Bestellungen der einzelnen Küchen und Restaurants an Bord ein. Diese koordiniert Skorloff und leitet sie schließlich nach Deutschland weiter.

"Rund sechs Wochen Vorlauf haben wir da in der Regel. Bei weiter entfernten Fahrtgebieten ist es sogar noch etwas länger. 14 Tage ist der Container ja schon von Hamburg bis hier auf die Kanaren per Schiff unterwegs."

Seit rund 30 Jahren ist André Skorloff für den Proviant auf Kreuzfahrtschiffen zuständig. Was ist für Sie das Spannendste an Ihrem Job?

"Spannend wird es vor allem, wenn ein Container nicht ankommt..."

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