Zwischenfall bei Festival

Blitzeinschlag bei "Rock am Ring" - 51 Verletzte

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Das Gewitter zieht direkt über die Festival-Anlage von "Rock am Ring".

Mendig - Durch einen Blitzeinschlag beim Festival "Rock am Ring" sind am Freitag dutzende Festival-Besucher verletzt worden. In Köln kämpfen erschöpfte Feuerwehrmänner stundenlang gegen das Unwetter.

Update vom 14. Oktober 2016: Die Veranstalter der Zwillingsfestivals haben die ersten Headliner und Bands für 2017 bekanntgegeben. Das ist das bisherige Line-Up für "Rock am Ring" und "Rock im Park" 2017.

Bei heftigen Unwettern im Westen Deutschlands sind Dutzende Menschen verletzt worden. Nach dem Blitzeinschlag beim Musikfestival „Rock am Ring“ in der Osteifel hat die Polizei die Zahl der Verletzten von 42 auf 51 korrigiert. „15 sind schwer verletzt worden. Zwei davon wurden erfolgreich reanimiert“, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen.

Ein Gewitter hatte sich am Freitagabend direkt über das Festival geschoben. Die Live-Auftritte waren etwa eineinhalb Stunden lang unterbrochen. Rund 90 000 Fans harrten auf dem Flugplatz Mendig in Rheinland-Pfalz aus. Starkregen zerstörte viele Zelte. Im vergangenen Jahr hatte das Wetter ebenfalls üble Folgen - nach Blitzeinschlägen wurden bei „Rock am Ring“ 33 Menschen verletzt.

In Köln kämpften Feuerwehrleute fast bis zur Erschöpfung gegen ein Unwetter, das die Domstadt in der Nacht zum Samstag traf. Ein hilfloser Mensch sei aus dem Rhein gerettet worden, hieß es. „Ein Autofahrer und ein Radler wurden während des Regens bei Unfällen verletzt“, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen.

Selbst Meteorologen sind erstaunt über die Heftigkeit

Die Kölner Feuerwehr rückte in kürzester Zeit zu rund 200 Einsätzen aus. Auch die Uniklinik brauchte Hilfe: Dort drang das Wasser an mehreren Stellen in das Gebäude ein. Die Helfer pumpten zudem etliche vollgelaufene Keller leer. Bis in die Morgenstunden waren rund 340 Mann im Einsatz und kämpften gegen die Regenflut.

Meteorologen staunten über die Heftigkeit der Unwetter, die derzeit über Deutschland toben. Ausmaß und Dauer seien „absolut außergewöhnlich“, betonten Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland müssten auch am Samstag wieder mit Gewittern rechnen.

In den von Unwettern besonders heftig getroffenen Gebieten in Niederbayern und Baden-Württemberg gehen die Aufräumarbeiten weiter. In Niederbayern stieg die Zahl der Toten nach der Flut auf sieben.

dpa

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