Neue CD: Allan Harris: Nobody’s Gonna Love You Better

+
Allan Harris: Nobody’s Gonna Love You Better

Allan Harris: Nobody’s Gonna Love You Better (Love Productions Records/Membran). Mit dem Rezept füllt Gregory Porter inzwischen Konzertsäle. Vielleicht schafft der famose Sänger Allan Harris aus Brooklyn, 60 Jahre jung, das ja auch. Verdient hätte er’s.

Sein voller Bariton umschmeichelt die Hörnerven ebenso, und markante Lieder schreibt er auch, zum Beispiel „Mother’s Love“, in dem eine Mutter ihrem Sohn, der die Stadt verlässt, nachruft: Niemand wird dich lieben wie ich. Wie Porter verlässt sich Harris auf eine eingespielte Band, und speziell der versierte Pianist und Organist Pascal Le Boeuf gibt den Songs Hard-Bop-Feuer und Soul-Spannung. Harris interpretiert souverän Jazz-Standards wie „I Remember You“ und „Moody’s Mood For Love“. Aber er wagt sich auch an avanciertes Pop-Material wie den Blues „Up From The Skies“ von Jimi Hendrix und das harmonisch komplexe „Any Major Dude Will Tell You“ von Steely Dan. In der Eigenkomposition „Swing“ zeigt er, dass er die Vocalese-Künste eines Jon Hendricks studiert hat.

Und in „Blue Was Angry“ singt er über einem zupackenden Bluesrock-Groove von einem entflohenen Sklaven, der in Texas einer der ersten schwarzen Cowboys wurde. -  Ralf Stiftel

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare